Amberg-Sulzbach
Lenken mit dem "Hinterteil"
Mitgliedertreffen der Quadfreunde am Samstag
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| Flo, der Sohn der Quadler Nicole und Bobo, ist auch schon begeistert. Bild: Harald Mohr |
Was macht den Reiz an dieser Art der Fortbewegung aus? „Es sind Enduro-Motoren, deshalb kann man sie mit dem Pkw-Führerschein fahren“, sagt Michael, den hier alle nur „Bobo“ nennen. Tatsächlich hat keiner der Vereinsmitglieder einen Motorradführerschein.
„Wenn ich Motorrad fahren würde, wäre ich wahrscheinlich schon tot“, unkt „Klunze“. Aber auch Quad fahren ist nicht ganz ohne. Gerade erst hat sich Vereinskamerad Tobi übel verletzt und liegt in einer Spezialklinik. Doch die Quadler nehmen’s gelassen. Wenn Tobi wieder auf den Beinen ist, hat er schon einen neuen Spitznamen: „Stuntman“.
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| Michael "Michl" Duric zeigt, was man mit dem Quad alles machen kann. Bild: Harald Mohr |
Quads sind eigentlich für Wettbewerbszwecke gedacht und müssen erst aufwendig umgebaut werden, um in Deutschland eine Straßenzulassung zu bekommen. Tacho, Spiegel, die komplette Beleuchtungsanlage: Alles muss zugerüstet werden. Das macht ein Quad richtig teuer: Zu den mindestens 7000 Euro Kaufpreis kommen noch mal fast genauso viel für den Umbau. Ein Treppenwitz deutscher Bürokratie: Um als „landwirtschaftliche Zugmaschine“ anerkannt zu werden, braucht das Quad eine völlig überflüssige Anhängerkupplung, die nie genutzt wird.
Doch die Quad-Fans scheuen vor keinem Aufwand zurück. „Du kannst dahin fahren, wo Du mit dem Motorrad nicht hinkommst“, schwärmt „Buba“. Nicht alle sind Offroad-Fans. Michl zum Beispiel steht auf Tempo: 140 Sachen macht sein Quad. Klunze findet es toll, dass man beide Möglichkeiten hat: „Ein Quad ist zwei in einem.“ Man kann nämlich die Federung verstellen und die Räder tauschen, dann wird aus dem Straßenrenner ein Geländefahrzeug und umgekehrt.
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| Die starre Hinterachse ermöglicht spektakuläre Drifts. Bild: Harald Mohr |
Seine Fähigkeiten kann ein Quad freilich nur im Gelände richtig ausspielen, seinem natürlichen Lebensraum. Weil Quads kein Hinterachsdifferenzial haben, kommt es in Kurven zwangsläufig zu Schlupf an den Hinterrädern. Und das ist so gewollt: Unterstützt durch einen kräftigen Gasstoß kann man mit dem Quad quer durch die Kurve fahren wie ein Rallyefahrer aus den Siebzigern. Dazu verlagert man das Gewicht in Richtung Kurveninnenseite. Quad-Fahrer erklären das rustikaler: „Man lenkt mit dem Arsch.“
Zurzeit hat der Verein 20 Mitglieder, die zum Beispiel gemeinsame Ausfahrten machen. Gerne dürfen es noch mehr werden, finden die Gründer Michael Duric und Norbert Pöhler. Wer die Quadfreunde kennenlernen will, kann das zum Beispiel am Stammtisch jeden ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr im Gasthaus Kropf in Altmannshof tun.
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| Neulich trafen sich die Quadler in Hahnbach zum Grillen. Bild: Harald Mohr |
Schon an diesem Samstag, 7. August, findet um 15 Uhr auf dem Sulzbach-Rosenberger Dultplatz ein Mitgliedertreffen statt. Von 3. bis 5. September veranstaltet der Verein ein Quadtreffen. Treffpunkt ist am 3. September um 12 Uhr wieder auf dem Dultplatz. Auch beim Gardenpulling in Hahnbach am 29. August wird man dabei sein. Mehr auch unter www.quadfreunde-amberg-sulzbach.de.tl.





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