Mit den Blumen reden
Gemüse, Kräuter und Hopfen: Illschwang bezaubert mit liebevollen Gärten
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| Das Fachwissen von Herbert Nägerl war gefragt. Bild: Harald Mohr |
"Es gibt kein Kraut, das man nicht verarbeiten kann", ist sich der Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins sicher. 28 verschiedene zieht er in seinem Garten, in dem es gar "nicht so g'schleckert" ausschauen soll, wie er sagt. Das Fachwissen von Herbert Nägerl ist gefragt an diesem Tag, wundert es doch viele, wie hier alles wächst und gedeiht. "Man muss immer mit den Blumen reden", erklärt dieser sein grünes Händchen.
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| Technische Ästhetik im Garten: Mit diesem Einachstraktor pflegt Lorenz Geitner des Hopfengarten. Bild: Harald Mohr |
Gleich über die Straße wohnt Familie Geitner, ebenfalls beim Verein ganz vorne mit dabei. Im Carport steht ein alter Deutz-Traktor, daneben noch ein kleiner Einachs-Traktor. Die Maschinen braucht Lorenz Geitner, um den vereinseigenen Hopfengarten zu pflegen, für den Illschwang berühmt ist. Aber auch für den eigenen Garten sind die Bulldogs hilfreich, schließlich gibt es immer was zum hin- oder wegkarren.
Lorenz Geitner pflegt das Prinzip der Toleranz in seinem Garten: "Jede Pflanze ist verschieden", sagt er, und dennoch: "Jede Pflanze verträgt sich mit der anderen." Den Besuchern ruft er nach: "Langsam durchgehen!" Manches Detail nimmt man auch dann noch erst beim zweiten oder dritten Durchgang war, obwohl der Garten gar nicht mal so groß ist.
Über Platzmangel brauchen sich Erika und Herbert Dürgner hingegen nicht beklagen. Eher über den Mangel an ebenen Flächen. Das große Grundstück am Steilhang stellt gartentechnisch eine Herausforderung dar. Terrassenförmig wurde deshalb der Garten angelegt. Eine ebene Fläche findet man dann doch noch: das Garagendach, das begrünt wurde.
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| Sinnvolle Nutzung: begrüntes Garagendach von Erika und Herbert Dürgner. Bild: Harald Mohr |
Dass Gärten nicht nur durch Pflanzen definiert werden, zeigt die Anlage gleich daneben: Elisabeth und Rudolf Dürgner haben den ehemaligen Hof beibehalten und durch ein großes Carport ergänzt. Zusammen mit der großzügigen Garage daneben bieten sich so vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. "Im Sommer kann man auch mal ein Festl feiern", sagt Elisabeth Dürgner.
Konsequent auf Nutzung ausgerichtet ist der Garten von Familie Schötz. Die breite Zufahrt hat ästhetischen Wert und bietet jede Menge Platz für Brennholz. Der Garten hinter dem Haus ist ein klassischer, riesiger Gemüsegarten. Noch konsequenter ist da nur der Gemüsegarten der Hartmanns, der ganz auf schmückende Zierpflanzen verzichtet. Mit den ungleichmäßigen Formen von Rasenflächen und Blumenrabatten spielt der Garten von Gerda und Hermann Englhard, an dem die Organisatoren "Liebe zum gestalterischen Grün" entdeckt haben. Durch die geschickte Einbeziehung der Schreinerwerkstatt zeichnet sich der Garten von Brigitte und Hubert Englhard aus.
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| Schreinerei mitten im Garten: Da arbeitet es sich gleich noch mal so gerne. Bild: Harald Mohr |
Beim Hopfengarten bot der Obst- und Gartenbauverein nicht nur Essen an, sondern auch eine Bierspezialität: Eine Amberger Kleinbrauerei braut ein Bier mit dem hier geernteten Hopfen. Nach einem Rundgang in der Sommerhitze der erfrischende Abschluss des "Tags der offenen Gartentür". Harald Mohr








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