Schwandorf
Die Nacht der (W)Orte
Literaturlesungen an außergewöhnlichen Schauplätzen (Teil 4)
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| Nicht "Die Frau des Bäckers", sondern der Bäcker und sein Vorleser. Bild: Wolfgang Demleitner |
Mit Stolz geschwellter Brust präsentierte Christian Glaab nicht nur seine köstlichen Brotsorten und leckeren Brezen, sondern auch seinen Staatsehrenpreis von 2008 für echtes Backwerk ohne künstliche, industrielle Zusätze und ohne Vorbacken oder Auftauen. Auf neudeutsch heißt das „Slow Baking“. Schön, dass es so etwas noch oder wieder gibt. Lukas Messer las aus „Karneval der Bäcker“ von Andrew Lindsay. Toll, wie Ort und Wort hier zusammen passten.
Leider schafften wir es nicht mehr in die Moser Gärtnerei zum Dschungelbuch in Begleitung des Schülerchors des CFG. Daneben wurde noch im Krankenhaus St. Barbara (Moliére: „Der eingebildete Kranke“; was sonst?), im Tierzuchtzentrum (Stücke von Karl Valentin), im Sepp-Simon-Stadion (Nick Hornby: „Sieben Tore und eine Schlägerei“) und im Shuttle-Bus gelesen. Hier hätten mich natürlich Arthur Dent, Ford Prefect, der depressive Roboter Marvin und Zaphod Beeblebrox interessiert.
So, meine lieben Zuhörer, äh Leser, das war es für dieses Jahr. Wer nicht dabei war, hat selber schuld, sollte sich aber nächstes Jahr rechtzeitig um die begrenzten Karten kümmern. Die Verköstigung war reichlich. Niemand musste durstig nach Hause gehen. Bleibt nur noch ein kleiner Ausblick auf die Werkauswahl von 2011. Nachdem heuer gleich zwei SPDler vorgelesen haben, möchte sich unbestätigten Gerüchten zufolge nächstes Jahr auch die CSU ein paar Mark dazu verdienen. Gelesen werden soll entweder „Peter Voss, der Millionendieb“ oder „ Dr. Kimble auf der Flucht“; Ort soll die Arrestzelle der Schwandorfer Polizeistation sein; vorlesen soll ein ehemaliger Oberbürgermeisterkandidat.
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