Sulzbach-Rosenberg
Alle Jahre wieder: 3000 neue Bücher
Gratulation: Stadtbibliothek wird 40 Jahre jung
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| Büchereileiterin Luise Eckert freut sich, dass viele Kinder unter den Ausleihern sind. |
Eine Entwicklung, die nicht nur in Sulzbach-Rosenberg stattfand: Der deutsche Büchereiverband hatte im Jahr 1969 in seinem „Bibliotheksplan“ vorgeschlagen, den vielen nach dem Zweiten Weltkrieg nach angelsächsischem Vorbild entstanden vereinseigenen Büchereien durch Übernahme durch die Kommunen eine Zukunft zu sichern. Am 1. Juli 1975 wurde mit Marianne Knarr, die gerade 62 Jahre alt wurde, die erste Bibliotheks-Fachkraft eingestellt. Die professionelle Leitung war dringend notwendig geworden: Immer mehr Bücher drängten auf den Markt, nur noch Profis konnten den Überblick behalten, welche Bücher neu in die Bibliotheken aufgenommen werden sollen.
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| Auch 50 Zeitschriften kann man lesen oder ausleihen. Bilder: Harald Mohr |
Nachdem im Jahr 1991 das inzwischen baufällige Schulgebäude einem Neubau der Sparkasse weichen musste, war im Jahr 1993 die Stadtbibliothek zusammen mit der städtischen Sing- und Musikschule in das frisch sanierte Schloss gewechselt. 400 Quadratmeter stehen seither zur Verfügung. Mit gut 40 000 Bänden zog die Bibliothek damals um. Diese Zahl ist seither ungefähr gleich geblieben. Es sei auch nicht sinnvoll, wesentlich mehr Medien vorzuhalten, erklärt Luise Eckert. Selbst die Bücherei der wesentlich größeren Stadt Amberg verfügt „nur“ über rund 55 000 Medien.
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| An Kinder und Jugendliche verleiht Cornelia Herrmann die Medien ganz umsonst. |
Verändert hat sich auch die Art der genutzten Medien. Die audiovisuellen Medien, also Hörbücher oder Videos, machen zwar nur 16 Prozent des Medienbestandes aus, aber 40 Prozent der Ausleihen. „Vor allem Hörbücher werden sehr gut nachgefragt.“ Auch 50 Zeitschriften hat die Bücherei abonniert, zehn Prozent der Ausleihen fallen auf sie. Demnach macht das klassische Buch nur noch etwa 50 Prozent der Ausleihen aus.
Positiv ist, dass viele Kinder Medien ausleihen. „35 Prozent unserer aktiven Nutzer sind unter zwölf Jahre alt“, freut sich Luise Eckert. Die Befürchtung, Kinder würden heute nichts mehr lesen, scheint also nicht zuzutreffen. Auch insgesamt steigt die Zahl der Entleihungen. Von 2008 auf 2009 sind sie um etwa zehn Prozent auf insgesamt etwa 110 000 gestiegen.
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| DVDs ersetzen immer häufiger das Buch. Bibliotheks-Mitarbeiter Gerd Kredler ordnet gerade eine ein. |
Auch alle Bücher, die etwas mit Sulzbach-Rosenberg zu tun haben, bleiben natürlich für immer im Bestand. Mehr über die Bücherei, etwa Preise und Öffnungszeiten, findet man auf www.sulzbach-rosenberg.de.





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