"Der Heilige Geist macht Beine"
Pilgerweg "Via Porta" verbindet das Kloster Waldsassen mit der Christusbruderschaft in Volkenroda
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| MdEP Monika Hohlmeier (links), MdL Tobias Reiß und Äbtissin Laetitia Fech. Bild: Harald Mohr |
Das Tor tut sich auf zwischen dem Kloster Waldsassen und der Christusbruderschaft in Volkenroda, einer Art Nachfolgeorganisation des Zisterzienserklosters an jenem Ort, von dem aus im Jahr 1133 Mönche in Richtung des Landes losmarschierten, das später "Stiftland" heißen sollte und dort ein weiteres Kloster gründeten. Den Ort, der sich drum herum bildete, sollte man später "Waldsassen" nennen.
Die 333 Kilometer lange "Via Porta" will den ungefähren Weg abbilden, auf dem die Mönche von einst gekommen waren: "Vom Mutterkloster zum Tochterkloster", so Projektleiter Ludwig Spreitzer. Ein kleiner Umweg über das tschechische Maria Loreto und Cheb (Eger) gehört auch dazu. Man will schließlich auch neue Wege gehen: "Wir schreiben Geschichte weiter", beschrieb Äbtissin Laetitia Fech die Absicht. Nach der Wende habe der Weg auch eine darüber hinaus gehende Bedeutung: "Er verbindet zwei bedeutende Kulturlandschaften."
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| Ulrike Köhler von der Christusbruderschaft Volkenroda hat einen symbolischen Pilgerstab mitgebracht. Bild: Harald Mohr |
Und er verbindet auch zwei christliche Konfessionen: Die Christusbruderschaft Volkenroda ist evangelisch, das Kloster Waldsassen katholisch. Deswegen ist die Via Porta ein "Ökumenischer Pilgerweg" und wurde deshalb auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München kürzlich erstmals vorgestellt, wie Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (CSU) in seinem Grußwort anmerkte. Natürlich freue es ihn als Mitglied des Bayerischen Landtages besonders, dass "dieses Kooperationsprojekt mit insgesamt rund 49 000 Euro durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) - konkret durch das EU-Programm Leader - gefördert wurde".
Gläubig oder nicht, Konfession hin oder her: Den "Schwung des Heiligen Geistes", wie der katholische Waldsassener Stadtpfarrer Thomas Vogl es nennt, wird jeder verspüren, denn "der Heilige Geist macht Beine". Auch Monika Hohlmeier war da, heute Mitglied des Europäischen Parlaments und immer schon Schulfreundin der Äbtissin. "Viele Menschen suchen innere Stabilität", sagte sie. Da sei der neue Pilgerweg genau richtig.
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| Eine Infotafel wird in der Nähe des Klosters den Weg weisen. Bild: Harald Mohr |
Der Effekt stelle sich auch schon "bei einem längeren Spaziergang" ein, findet der Waldsassener evangelische Pfarrer Ulrich Gruber, der auf einem Pilgerweg "selber noch nicht unterwegs" gewesen ist. Ulrike Köhler von der Christusbruderschaft Volkenroda bezeichnete die Waldsassener als "Geschwister, die wir schon lange kennen" und lud alle zu einem Besuch ein. Harald Mohr
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