Weiden
Überflüssige oder notwendige Anglizismen?
Pro und contra der Bürgerreporter
Es lässt sich darüber streiten, ob man "schicke Inglischwords" gebrauchen soll - muss oder kann. Im Jahr 2000 erschien ein Buch mit dem Titel "Wörterbuch über-flüssiger Anglizismen". Ich gestehe, dass ich mir die Mühe des Durchlesens nicht gemacht habe, aber trotzdem war es interessant zu überfliegen. Auf 180 Seiten hat der Herausgeber diese so genannten "Überflüssigen" Wörter aufgelistet.Und zwar eine solche Menge von Wörtern, dass es einen glatt umhaut.
Man könnte abschätzen, dass insbesondere die alten Jahrgänge sich irgendwie dagegen sträuben. Gab es nicht auch französiche Ausdrücke, die sich eingedeutscht haben? Ich schreibe, wie man spricht: Schäslong - die Couch, Trottoir - der Gehsteig und das Portmonnä - der Geldbeutel, usw.
Im Vorwort des genannten Buches steht: "Die englische Sprache breitet sich mit solch einer halsbrecherischen Geschwindirgkeit aus, dass man sich fast fragen muss, ob es sich lohnt, weiterhin Deutsch zu lernen - (The Daily Telegraph, London)"
"Trotz einer Rechtschreibreform hat Englisch die deutsche Sprache kannibalisiert."
(Le Figaro Paris)
Das Buch zeigt dann noch viele, viele Beispiele auf, ob der Gebrauch der englischen Ausdrücke überhaupt notwendig scheint. Schon der Titel "Überflüssige Anglizismen" sagt es ja schon aus: Man ist dagegen!
So wie unsere Vorfahren solche auch nicht notwendigen französischen Wörter übernahmen, so ähnlich ist es ja seit Beginn dieser "Mode" mit den Inglischwords.
Viele von uns sind sich gar nicht mehr bewusst, dass sie solche Wörter gebrauchen.
Und auch damals (19. Jahrhundert) scheint es schick gewesen zu sein, ein wenig Französisch zu sprechen. Wenn auch nur ein ganz klein wenig.
zum Thema



versenden
drucken
Leserbrief

