Waldsassen
Der Siebenpunkt
Gartentipp der Umweltstation zum Thema Blattlausvertilger
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| Der Marienkäfer (Siebenpunkt) beim Sonnenbaden (Quelle-Pixelio). |
Der Marienkäfer, auch Siebenpunkt genannt, steht im Mittelpunkt unseres Berichts.
Als Glücksbringer erfreut sich der Siebenpunkt-Marienkäfer großer Beliebtheit. Die Zahl Sieben, in diesem Fall die Anzahl schwarzer Punkte auf den roten Flügeldecken des Käfers, galt schon seit je her als Glückszahl und mystische Zahl, vereint sie doch in sich die irdische Vier (vier Elemente) und die göttliche Dreizahl. Marienkäfer sollen Kinder beschützen und Kranke heilen. Sie galten etwa als geheiligte Tiere der Freya, der germanischen Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit. Bereits eine etwa 20.000 Jahre alte Schnitzerei aus Mammutelfenbein zeigt einen Marienkäfer.
Für die Bauern im Mittelalter waren sie ein Geschenk der heiligen Maria; daher der Name Marienkäfer. Weltweit kennt man etwa 5.500 Arten vor allem in den Tropen und Subtropen. In Deutschland wurden bisher 80 Arten nachgewiesen. „Alle kennen ihn, und doch gibt es immer noch viele irrige Vorstellungen“, so Prof. Dr. Holger Dathe, Leiter des Deutschen Entomologischen Instituts „Weit verbreitet ist, dass die Zahl der Punkte etwas mit dem Alter des Käfers zu tun hätte. Die Zahl der Punkte ist aber sein ganzes, maximal einjähriges Leben lang gleich. Nur deren Größe nimmt von West nach Ost zu.“
Nicht abzustreiten ist allerdings seine zuvorkommende Angewohnheit, am liebsten Blattläuse zu vertilgen.
Übrigens kann auch unser Siebenpunkt in Massen auftreten. An einem fünf Kilometer langen Ostseestrand wurde ein Schwarm von mehr als 25 Millionen Käfern beobachtet!
Weitere Infos und Gartentipps unter www.kubz.de



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