Von Bürgerreporter/in Wolfgang Demleitner  |  30.03.2010  | Netzcode: 2260560  |  289 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
München/Schwandorf

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Max Bronski: Nackige Engel

Natürlich lese ich zur Zeit den neuen Max Bronski: Nackige Engel. Ich habe schließlich die Lesung von Michael Fitz in Ottis Schlachthof besucht und wieder eine Widmung „für Wolfi“ von Michael Fitz ergattert. Es gibt nur einen Menschen, dessen Unterschrift unleserlicher als meine eigene ist, nämlich die von Michael Fitz. Meine Bitte, mit „Max Bronski“ zu unterschreiben, lehnte er aus rechtlichen Gründen ab.

Aus einer Bierlaune heraus verkleidet sich der Hauptakteur Gossec, seines Zeichens Antiquitätenhändler, als „Füher“. Mit einem Wehrmachtsmantel, Stiefel, einer SS-Offiziersmütze und dem Bärtchen, mit Kajalstift markiert, will er abends um neun Uhr in seinem Schlachthofviertel einmal um den Block marschieren.

Dummerweise läuft er ein paar Neonazis über den Weg, die mit Fackeln und Transparent vor einem Soldatenehrenmal eine Mahnwache halten. Die braunen Burschen gehen ihm nach, er betritt eine Baustelle und befiehlt seiner „Leibstandarte“ zu warten. Mehrere Passanten sind bereits auf den sonderbaren Faschingsumzug aufmerksam geworden, die Polizei ist im Anmarsch und Blitzlichter flammen auf. Drinnen entledigt Gossec sich seiner Verkleidung und rettet sich durch den Ausgang auf der anderen Seite des Hauses.

Am nächsten Tag steht „er“ in der Zeitung: „Hitler in München“ und „Neonazis: Ehrenwache vor Scheißhaus!“ Dazu ein Foto: Vier Kerle stehen vor einer Reihe Dixi-Klos, zwei mit Fackeln, zwei mit Transparent: „Deutsche Ehre, deutscher Soldat.“

Natürlich bekommt Gossec wegen seines schwachsinnigen Einfalls Probleme, es gibt einen Mord, weiter bin ich noch nicht.

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