Auf Tour im Dienste der OWZ - 40 000 Kilometer im Jahr durch das ganze Verbreitungsgebiet
Sie haben ja alle sooo viel Zeit: Der Skiurlauber aus Sachsen zieht bei Tempo 160 auf die linke Spur und zockelt jetzt mit 120 vor mir her. Schnell den Westinghouser ziehen, denn da vorn ist die Abstandsmessbrücke bei Rothenstadt. Auch sonst halte ich mich stur an die Verkehrsregeln, denn ohne Führerschein bin ich verloren. Seit neun Jahren fahre ich jetzt für die OWZ kreuz und quer durch die Oberpfalz, 40 000 Kilometer im Jahr, ohne einen einzigen Verkehrsverstoß. Da bin ich schon ein wenig stolz drauf.
Tirschenreuth ist heute mein Ziel. 35 Minuten brauche ich da planmäßig, plus 15 Minuten Fahrzeitreserve. Das Stiftland-Gymnasium wird neu eröffnet. Ich kriege den letzten freien Parkplatz. Allein das Thema Parken wäre schon eine eigene Geschichte. Viel Prominenz ist da. Ich verziehe mich an den Pressetisch, ein kleiner Tratsch mit netten Kollegen. Zweieinhalb Stunden wird die Veranstaltung dauern, wird gemunkelt. Das kann ja heiter werden. Mein Gehirn wird automatisch aktiviert, wenn es Stichworte hört wie "Baukosten in Höhe von ..."
10.03.2010
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Der "rasende Reporter" unterwegs
Auf Tour im Dienste der OWZ - 40 000 Kilometer im Jahr durch das ganze Verbreitungsgebiet
Auf diese Weise spare ich mir viele Seiten Papier und meinen Lesern eine langweilige Geschichte. Was ich schreibe und welche Bilder ich mache, entscheide ich selbst. Ich bin sozusagen ein selbst zielsuchendes Geschoss. Die Grußwort-Reden sind vorüber, endlich kommen Fakten. Jetzt flitzt der Pelikano übers Papier. Ja, ich nehme einen Schulfüller, manche Gewohnheiten bleiben halt ein Leben lang.
Jetzt gibt es ein Mittagessen, das nehme ich mit. Cordon Bleu mit Kartoffelsalat, die Schulküche kocht hervorragend. Ein Plausch mit dem Vorsitzenden vom Maschinenring. Man lernt viele interessante Leute kennen, einmal hat sich der damalige Landwirtschaftsminister Miller zu mir gesetzt, während ich köstlichen oberpfälzer Karpfen verspeiste, bei Lizzy Aumeier war ich schon im Wohnzimmer, und am Biertisch saß mir Gabi Pauli gegenüber (übrigens eine sehr nette Frau ...).
Jetzt brauche ich noch Bilder. Bilder, Bilder, Bilder! Nicht von Grußwortrednern und Schlüsselübergaben, sondern von der Schule, denn um die geht es ja. Das dauert wieder eine Stunde. Aber allmählich wird die Sache rund. Die Story baut sich langsam in meinem Kopf auf. Text und Bilder müssen sich ergänzen. Ich habe auch schon für OTV Dokumentarfilme gedreht, daher kommt das mit den Bildern, denn beim Fernsehen macht man das auch so.
10.03.2010
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Der "rasende Reporter" unterwegs
Auf Tour im Dienste der OWZ - 40 000 Kilometer im Jahr durch das ganze Verbreitungsgebiet
Es gibt Kategorien für Zeitungsartikel, man nennt sie Bericht, Reportage, Feature und so weiter. Ich schreibe irgendwo dazwischen, und deswegen sage ich "Gschichtl", weil das Wort in keinem Lehrbuch steht. Wichtig ist mir das Eintauchen in die Materie bis zum Selbstversuch. Neulich habe ich eine halbe Stunde lang Koreanischen Schwertkampf gelernt. Gerade habe ich erfahren, wie man statisch instabile Betondecken saniert. Ich erfahre so ziemlich alles, wenn ich will, habe den Generalschlüssel zu allem. Das ist das Faszinierende an diesem Job.
Begriffe wie "Arbeitszeit", "Stundenlohn" oder gar "Urlaub" muss man dabei loslassen können. Die Trennung von Arbeit und Freizeit löst sich auf. Das ist gut so, denn am liebsten schreib ich am Abend. Eine Arbeit, die keiner sieht. Sie denken, die Geschichte springt von selber ins Blatt. Am besten werden Geschichten, die zwischen acht Uhr abends und halb elf geschrieben werden. Bilde ich mir zumindest ein.
Bei einem Gläschen Rotwein hab ich da die besten Einfälle. Die brauche ich auch für meine Glosse "Ums Eck g'schaut". Sie fällt definitiv nicht mehr unter die Rubrik "Arbeit", das macht mir einfach Spaß. Mal so richtig gemein sein dürfen. Bei den meisten "Ecken", so heißen sie kurz OWZ-intern, nehme ich aber mich selbst auf den Arm.
Das ist überhaupt das Wichtigste, finde ich. Ein Journalist, der sich selbst zu ernst nimmt, kann keine guten Geschichten schreiben. Die entstehen erst, wenn man sich als fragendes Kind unter die Leute mischt. Harald Mohr
Beilage zum OWZ-Facelift stellt auch die OWZ-Mannschaft vor
Fünf Jahre nach dem großen OWZ-Neustart hat die OWZ wieder ihr Gesicht verändert.
Lesen Sie die wichtigsten Artikel der 56-seitigen OWZ-Beilage mit dem Grußwort von Gesamtverkaufsleiter Rainer Lindner hier online. mehr...
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Kriminalkomödie von John Buchan und Alfred Hitschcock.
Ein aberwitziges Theatervergnügen. Mit feiner Ironie und unglaublicher Theateraktion wird die Geschichte erzählt und dabei natürlich keine der lengendären Filmszene ausgelassen!
Infos unter Tel. 09631/600249.
Karten unter www.okticket.de
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