Jede Woche ist Ideen- und Themenfindung angesagt: Redaktionskonferenz lässt die Köpfe rauchen
Als Schwesterprodukt der Tageszeitung "Der neue Tag/Amberger Zeitung/Sulzbach-Rosenberger Zeitung" setzt die OWZ eigene Akzente, um überflüssige doppelte Berichterstattung in beiden Medien möglichst zu vermeiden. Als Wochenzeitung will die OWZ zudem nur wenige tagesaktuelle Themen mitnehmen. Stattdessen konzentriert sie sich auf einige, meist selbst recherchierte Berichte.
Das setzt eine sorgfältige Planung voraus. Jeden Mittwoch ist es wieder soweit: Die OWZ-Zentralredaktion im Medienhaus "Der neue Tag" in Weiden steckt die Köpfe zusammen. 14 Uhr: Gerade verlassen die letzten Exemplare der aktuellen OWZ die Rotation und landen druckfrisch auf den Redaktionsschreibtischen. Der Höhepunkt der OWZ-Woche, aber für das OWZ-Team nur wenig Zeit zum Durchatmen. Denn nach dem Druck ist vor dem Druck.
Mit einem Redaktionsteam von nur zwei fest angestellten Redakteuren, nämlich Redaktionsleiter Hans Luger und Redakteurin Sandra Schmidt, Reporter Harald Mohr und einigen wenigen weiteren freien Mitarbeitern arbeitet die OWZ extrem effizient. Damit das funktioniert, muss die OWZ-Woche optimal getaktet sein. Was eine Woche später gedruckt wird, muss heute schon grob geplant werden. Denn zeitaufwendige Recherchen, Terminabsprachen, dann die eigentliche Reportage irgendwo in der mittleren und nördlichen Oberpfalz mit langen Anfahrtswegen, schließlich die Bildbearbeitung und das Texten stehen vor Reporter Harald Mohr.
10.03.2010
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WEIDEN
Nach dem Druck ist vor dem Druck
Jede Woche ist Ideen- und Themenfindung angesagt: Redaktionskonferenz lässt die Köpfe rauchen
Gleichzeitig sichtet die Zentralredaktion Hunderte von E-Mails, Faxen und Briefen und gewichtet sie, um sie am kommenden Mittwoch gemeinsam mit dem Reporter durchzusprechen. Das Rückgrat der Planung ist die intern "Gschichtltabelle" genannte, fortlaufende Excel-Tabelle, in der die Planung festgehalten wird.
Denn es geht nicht nur um die nächste Woche. Etwa drei bis vier Wochen im Voraus muss die Redaktion blicken, um bei der Auswahl der "Geschichten" am Puls des Geschehens zu bleiben, andererseits genug Vorrat zu haben, um auch "schlechte Zeiten" wie den Ferienmonat August zu überstehen. Auch in der Zeit zwischen zwei Redaktionskonferenzen ist das OWZ-Team in ständigem E-Mail- und Telefonkontakt.
Was genau in der OWZ steht, richtet sich auch nach der aktuellen Nachrichtenlage. Die "Gschichtltabelle" ändert sich deshalb manchmal mehrmals in der Woche. Das OWZ-Team muss sich deshalb unbedingt aufeinander verlassen können. Absolute Zuverlässigkeit bei der Lieferung der Geschichten steht dabei auf der einen Seite, Flexibilität und Improvisationsgeschick auf der anderen.
10.03.2010
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WEIDEN
Nach dem Druck ist vor dem Druck
Jede Woche ist Ideen- und Themenfindung angesagt: Redaktionskonferenz lässt die Köpfe rauchen
Während der Reporter im Außendienst ist, halten die Redakteure in Weiden ihm den Rücken frei. Sie sind die Anlaufstelle für die Leser und oft genug die Telefonzentrale, um zur Anzeigenabteilung oder dem Zustellservice weiterzuleiten. Ihre eigentliche Arbeit muss oft in vielen Überstunden fast nebenher mit erledigt werden: die Gestaltung des Blatts. Dazu gehören das eigentliche "Redigieren", zu Deutsch "Nacharbeiten" der zugelieferten Berichte. Das OWZ-Team arbeitet aber so perfekt zusammen, dass die Reporter-Texte in der Regel 1:1 in die Rotation laufen, abgesehen in den Fällen, in denen Harald Mohr mal wieder über die neuen Rechtschreibregeln stolpert.
Heute "macht" ein Redakteur seine Zeitung im Ganzseitenumbruch selbst. Wo welches Bild platziert wird, wie der Text auf die Seite fließt, alles das gehört zu den Kernaufgaben der Redakteure. Dazu kommt für die Redaktion des Anzeigenblattes die Zusammenarbeit mit Anzeigenabteilung und Druckvorstufe, der Kundenkontakt, Besprechungen mit der Führungsebene und die ständige Fühlung zum Reporter, der als "Kreativer" oft mit besonderem Fingerspitzengefühl behandelt werden muss.
Neben journalistischem Instinkt sind hierfür Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen gefordert, schlicht: die Brise Menschlichkeit. Und neben dem Tages- oder besser Wochengeschäft immer wieder Beilagen, Beilagen, Beilagen... Mal so ganz nebenher. Harald Mohr
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