Von Bürgerreporter/in Michael Bäumler  |  21.03.2009  | Netzcode: 1761863  |  350 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Tännesberg

Bushaltestelle am Marktplatz: „Die unendliche Geschichte“

PRO Tännesberg und SPD fordern: Beschlüsse zügiger umsetzen und Kosten sparen

Bild zu Bushaltestelle am Marktplatz oder: „Die unendliche Geschichte“
Überdachter Parkplatz oder Bushaltestelle? Bild: Michael Bäumler
Ein Jahr nach der Kommunalwahl in Tännesberg besteht wieder mehr Ruhe im Ort, jedoch gibt es auch kaum strittige politische Themen. Ferner ist nach dem Bürgermeisterwechsel der bisherige Alltag eingetreten. Nach Meinung von PRO Tännesberg und des SPD-Ortsverbandes sollte man aber nach 360 Tagen erwarten können, dass ein deutlicher Ruck durch die Gemeinde geht und Signale für die Zukunft gesetzt werden.

Viele Bürgermeister präsentieren eine erste Bilanz nach 100 Tagen. In Tännesberg sind einige Ratsbeschlüsse noch immer nicht vollzogen oder endgültig diskutiert, da diese zurückgestellt wurden. Zum Beispiel reicht die Entscheidung für die Errichtung einer überdachten Bushaltestelle am Marktplatz in Tännesberg zurück bis Mai 2008, endgültig wurde diese endlich im Dezember aufgestellt, jedoch ist die Haltestelle offiziell immer noch nicht verlegt worden. So fragen sich viele Schüler und Bürger nach dem Nutzen. „Ruhe und Frieden im Ort ist sicherlich etwas Positives, jedoch nicht Stillstand bei der Umsetzung von Vorhaben und dem Vollzug Beschlüssen!“, so Marktrat Bäumler.

Auch hat man im Gemeinderat eine zusätzliche Schreibkraft eingestellt, um die Sitzungsprotokolle zu verfassen und wie gefordert die Verwaltung zu entlasten. Der Kerngedanke war, dass diese aber künftig zeitnah zu Folgesitzungen vorgelegt werden können. Letztendlich ist dies seit einem halben Jahr nicht mehr passiert und Protokolle stehen noch immer aus.

Eine weitere Kritik zielt auf Auftragsvergaben. Hier sollten stärker die Kompetenzen von Personen im Ort und die des Gemeinderats genutzt werden, so dass manche externe Hilfen gegen Entgelt entbehrlich wären. Das Großprojekt Kläranlage Tännesberg muss weiterhin intensiv auf Einsparungen geprüft werden. Lobbyarbeit und manche positive Einzeldarstellungen sind sicherlich gut, gemessen werden muss jeder aber an seinen konkreten Leistungen und Taten. Hier hat sich nach Meinung von PRO Tännesberg und der SPD aber wenig nach der Wahl verändert.

Zum Artikel: Kinospecial 300 Pixel