Pirkmühle
Auslagerung droht
70 Mitarbeiter bei Hueck in Schlosserei und Transport im Ungewissen
Pirkmühle. (ui) "Wir wollen Reserven durchgehen, aber an der Region festhalten", begründet Hueck-Geschäftsführer Dietmar Wohlfahrt die Suche nach Einsparpotenzialen in den Bereichen Instandhaltung und innerbetrieblicher Transport. Derzeit prüfe man verschiedene Varianten wie Fremdvergabe oder Auslagerung.
Beispiel Pöhland
Wie viele Mitarbeiter möglicherweise betroffen sind, darüber wollte Wohlfahrt zum momentanen Zeitpunkt keine Aussagen machen. Er verwies aber noch einmal auf das Beispiel Pöhland. Bei dieser Auslagerung hätten alle betroffenen Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz bekommen.
Eine Kostensteigerung von über drei Millionen Euro müsse die Firma bis Jahresende durch erhöhte Rohstoffpreise (Mehrausgaben von etwa 2,4 Millionen Euro) und den Tarifabschluss (Zusatzkosten von etwa einer Million Euro) tragen. Und: "Einer der Ergänzungstarifverträge für Hueck läuft nur noch bis Ende Dezember."
Er wolle um jeden Arbeitsplatz kämpfen, kündigte Betriebsratsvorsitzender Josef Bock an. Die Betroffenen - angeblich geht es um rund 40 Beschäftigte in der Schlosserei und weitere knapp 30 bei den Staplern - seien von der Geschäftsführung in zwei Versammlungen informiert worden.
"Der Kostendruck kommt durch die Verlagerung der Konkurrenten ins billigere Ausland, die dann mit billigen Produkten auf den Markt drängen", weiß Bock durchaus um das Dilemma. Doch "Löhne von 2,50 Euro sind mit unserer hoch motivierten und qualifizierten Belegschaft nicht zu machen." Die unvergleichliche Stärke von Hueck Folien seien Qualität und Geschwindigkeit. Durch Verzicht habe man viele Investitionen erst möglich gemacht. Bock: "Die rund 820 Mitarbeiter sind dadurch mehr als stille Teilhaber geworden."
Man wisse, dass in Pirkmühle etwas geplant sei, sagte Firmenbetreuer Horst Ott von der IG Metall in Amberg. "Wir prüfen die Zahlen, gehen aber davon aus, dass Hueck sich wie bisher an den Tarifvertrag hält."
Zwei Pläne für Pharma II
Der immer wieder angekündigte zweite Bauabschnitt der Pharmasparte sei in der Detailplanung, bestätigte Geschäftsführer Wohlfahrt. Zum Baubeginn müsse man aber auch die EU-Grenzlandförderung mitbedenken. Bock: "Für Pharma II werden derzeit zwei Pläne gezeichnet: Einer für Pirkmühle und einer für die grüne Wiese."
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