München
Funkstille an den Schulen
Bayerisches Kabinett: Mobiltelefone müssen ausgeschaltet bleiben
München. (dpa) An bayerischen Schulen müssen Mobiltelefone künftig ausgeschaltet bleiben. Auch in den Pausen darf das Handy nicht mehr benutzt werden. Das Kabinett beschloss am Dienstag in München ein generelles Nutzungsverbot für Handys. Nur wenn ein Schüler krank wird oder aus anderen dringenden Gründen telefonieren muss, kann er den Lehrer um eine Ausnahme bitten, hieß es.
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| Damit soll jetzt Schluß sein: SMS-Schreiben im Klassenzimmer, hier im Max-Reger-Gymnasium in Amberg. (Bild: Unger) |
Die SPD begrüßte die Entscheidung. In der Praxis wäre ein generelles Verbot nicht kontrollierbar, erklärte der SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann. Die Grünen sprachen dagegen von einer "völlig unzureichenden Antwort" auf die an mehreren Schulen kursierenden Gewaltvideos. "Damit wird das Gewaltproblem nur aus dem Unterricht in die Freizeit verlagert", sagte die Abgeordnete Simone Tolle. Die FDP-Bildungsexpertin Renate Will warf der Staatsregierung "Resignation in der Schulpolitik" vor.
Vor der Entscheidung hatte der Chef der Landtags-CSU, Joachim Herrmann, die Forderung von CSU-Generalsekretär Markus Söder nach einem Handy-Verbot zurückgewiesen. Der Gewalt an Schulen müsse man mit anderen Mitteln begegnen. Gefragt seien die Verantwortung der Schule und die Erziehungsarbeit der Eltern.
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