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Von (kä)  |  21.03.2006  | Netzcode: 10857652  |  1264 Mal gelesen.
Weiden

Alle Welt guckt auf den Storch

Familie Rippl installiert dritte Web-Cam: Exklusive Einblicke in den Storchenhorst

Meister Adebar kann noch nicht mal ein wenig natzen, ohne dabei ertappt zu werden. Zum Beispiel am Montagmorgen: Da ließ sich der Weidener Stroch bequem in seinem Horst nieder und steckte den Schnabel in die Federn. Und die ganze Welt guckt zu: Familie Rippl hat am Turm der Michaelskirche eine Webcam installiert ( www.weiden-zuhause.de ) mit Blick auf das Alte Rathaus.

Inge Rippl war am Montag noch nicht ganz zufrieden mit der Qualität der Bilder von "Mister Langbein". Diplom-Ingenieur Antonio L³pez Garc­a (IT-Shop) kletterte daher noch einmal auf den Turm. "Wir kriegen das so hin, dass man die Federn zählen kann und den Ring sehen", ist Inge Rippls ehrgeiziges Ziel. Zudem ist diese Webcam schwenkbar und soll in Zukunft einen Panoramablick vom Oberen Markt liefern. Damit laufen derzeit drei Rippl-Kameras: Eine zeigt den Unteren Markt, die zweite Kamera den Vorplatz von "Karstadt". Eine vierte ist in Planung. "Aber dann reicht's."

Anfangs hatte Inge Rippl nur an einen "Gag" für ihre beiden Männer gedacht. Mittels Webcam sollten Vater und Sohn, Gert und Harald Rippl, auch auf beruflichen Reisen nach Dubai, Hongkong oder in die USA einen Blick auf ihre Heimatstadt werfen können. Ganz nebenbei hätte sich damit auch die Endlos-Frage am Telefon "Wie ist das Wetter bei dir?" von selbst beantwortet.

Als die ersten Daten des Zählwerks vorlagen, war Inge Rippl bass erstaunt: Im Jahr 2005 erfolgten 34 265 Zugriffe auf "weiden-zuhause". Zurzeit sind es täglich rund 1300 Internet-Surfer, die mal nachsehen, ob in Weiden noch Schnee liegt oder die gefiederte Liebste des Storchs schon angekommen ist. Wählt ein Internet-Benutzer die Homepage zweimal an, wird das nur einfach gezählt. Im Gästebuch von Inge Rippl trifft sich die Welt: ehemalige Weidener, die heute in den USA oder in Ungarn leben. Oder neugierige Weiden-Freunde aus Malta, Malaysia, Polen, England, Finnland. Grüße schickte auch ein junger Weidener, der seinen Zivildienst im Kibbuz in Israel ableistete.

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