Weiden
Kinderporno auf dem Handy-Display
Bild nicht geordert: Verfahren gegen 27-Jährigen eingestellt
Auf dem Foto nimmt ein Kind sexuelle Handlungen an einem Mann vor. Jenes Bild landete im Juni auf dem Handy eines 27-Jährigen - und brachte ihn in erhebliche Schwierigkeiten. Am Dienstag hatte sich der verheiratete Weidener wegen des Besitzes kinderpornographischer Schriften zu verantworten. Richter Peter Werner stellte das Verfahren jedoch wegen geringen Verschuldens gegen eine Geldauflage ein: Das Bild war vom Angeklagten offensichtlich nicht "bestellt" gewesen.Während seines Dienstes auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr am Abend des 18. Juni hatte der 27-Jährige das brisante Bild empfangen. Der Angeklagte reichte sein Handy einem Kollegen zum Anschauen weiter. Dieser fand das "widerlich" - und verständigte den Chef. Nach einer Anzeige gab es für den 27-Jährigen einen Strafbefehl über zehn Tagesssätze zu 40 Euro. Er legte Einspruch ein.
"Ich lasse mir öfters von einem Bekannten Pornobilder schicken", gab der Weidener zu. Um das damals zugesandte Bild habe er jedoch nicht gebeten. Als er sein Handy dem Kollegen gereicht habe, sei das Foto wohl eben erst eingegangen - und er habe es noch gar nicht gesehen. Der Kollege habe mit der Frage "Was soll ich mit dem Dreck?" reagiert. Nach einem anschließenden Blick darauf sei er selbst geschockt gewesen, beteuerte der Weidener: "Ich hab's auch gleich gelöscht!"
300 Euro Geldauflage
Der mit der üblen Ablichtung konfronierte Zeuge erinnerte sich, dass der Angeklagte die Datei eben erst geöffnet hatte. Möglich, dass dieser ihm ein anderes Bild habe zeigen wollen, meinte der damalige Kollege. Damit war der 27-Jährige um einiges entlastet. Das Gericht stellte das Verfahren ein, wobei Staatsanwalt Thomas Weiß aber eine Geldauflage von 300 Euro durchsetzte.
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