Regensburg
Appell an den Landtag
Regensburger Studenten: Hochschulgesetz überarbeiten
Es muss ja nicht gleich - wie vor wenigen Tagen in Erlangen geschehen - die Besetzung des Verwaltungsgebäudes sein. Im Kampf gegen die Einführung von Studiengebühren in Bayern begnügen sich die Regensburger Studenten mit einem schriftlichen Protest. Bei einer Vollversammlung im Audimax der Universität Regensburg verabschiedeten rund 300 Studierende am Dienstag eine Petition, mit der die Staatsregierung aufgefordert wird, den Entwurf für ein neues bayerisches Hochschulgesetz zu überarbeiten."Die vorgesehenen Studiengebühren sind weder sozialverträglich noch werden sie zu einer spürbaren Verbesserung der Studienbedingungen führen", heißt es in der Eingabe an den Bayerischen Landtag. Das vorgeschlagene Kreditmodell belaste finanziell schlechter gestellte Studierende überdurchschnittlich. Der Zugang zur Hochschule dürfe nicht von der finanziellen Leistungsfähigkeit des Einzelnen abhängig gemacht werden. "Durch die Studienkredite werden diejenigen, die nicht sofort bezahlen können, mit einem immensen Schuldenberg ins Berufsleben starten müssen", sagte Physikstudent Max Pascoe vor der Vollversammlung. "Am meisten werden die Banken profitieren, die mit hohen Zinseinnahmen ohne Risiken rechnen dürfen."
Des Weiteren wendet sich die Petition gegen die ebenfalls in dem Gesetzentwurf vorgesehene Neuordnung der Hochschulorganisation weg von demokratischen hin zu hierarchischen Strukturen. "Wir sind gegen eine Schwächung der studentischen Mitbestimmung zu Gunsten der Hochschulleitung und eines von der Wirtschaft dominierten Hochschulrates", erklärte Psychologiestudentin Aura Mischkowski.
Der Gesetzentwurf des Kabinetts wurde am 15. Dezember 2005 im Landtag eingebracht. Erst am vergangenen Freitag hörte der Hochschulausschuss Sachverständige. Das Gesetz soll noch in der ersten Jahreshälfte verabschiedet werden und bereits zum Wintersemester 2006/07 gelten.














































































