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04.01.2006  | Netzcode: 10813799  |  230 Mal gelesen.
Mantel

Wärmepumpen trotzen Öl und Gas

Energie sparende Heizsysteme bei Neubauten immer populärer - Auch Ehepaar Götz lässt bohren

Mantel. (mec/phs) Viele Hausbesitzer und Mieter stöhnen über die hohen Öl- und Gaspreise. Anders bei Bauherren oder Eigentümern, die sich für Energie sparende Wärmepumpen als Alternative zur konventionellen Heizung entschieden haben. Wärmepumpen nutzen die durch Sonnenenergie oder im Erdreich gespeicherte Wärme für die Heizung und die Warmwasserbereitung.

Zu den Vorreitern in Mantel gehören Markus und Sabrina Götz. Beim Neubau ihres Hauses im Starenweg haben sie diese Methode gewählt. Eine Firma aus Neuebersbach, die auch ein Büro im Gründerzentrum Grafenwöhr unterhält, hat für den Arbeitsmittelkreislauf einer Wärmepumpe zwei Bohrungen von zirka 15 Zentimeter Durchmesser und 66 Meter Tiefe gemacht.

Die Temperatur in dieser Tiefe beträgt etwa 25 Grad Celsius. Das Wasserwirtschaftsamt hat dazu grünes Licht gegeben, denn roter Sandstein bot eine gute Voraussetzung für die zügige Bohrung.

Anschließend wurden Schläuche verlegt, und als Arbeitsmittel dienen Flüssigkeiten mit niedrigem Siedepunkt. Sie werden zyklisch verdampft. Dabei nehmen sie Wärme auf, die sie bei Verflüssigung wieder abgeben. Mit der gewonnenen Energie wird der gesamte Bedarf für Heizung und Warmwasser für das Einfamilienhaus gedeckt. "Mit dieser Anlage bin ich von Öl oder Gas unabhängig", freut sich Markus Götz.

Damit folgt er einem Trend. "Wir verzeichnen im Jahr etwa 1500 Neuanschlüsse", erklärt Monika Kneidl von E.ON Bayern. Der Freistaat liegt somit bei einer Wärmepumpen-Quote von zehn bis zwölf Prozent für Neubauten. Im übrigen Bundesgebiet sind es nur rund fünf Prozent.

Je nachdem welche Variante ein Bauherr wählt, wird der Einbau teurer oder billiger. Am exklusivsten ist die Grundwasser-Wärmepumpe mit Sondenbohrung, wie sie auch in Mantel zum Einsatz kam. Dieses System ist vor allem in Oberbayern populär, weil der Grundwasserspiegel dort relativ hoch liegt und nicht so tief gebohrt werden muss.

In der Regel tut es bei guter Wärmedämmung aber auch eine Luft-Wärme-Pumpe. Der Einbau kostet inklusive Fußbodenheizung bei einem Einfamilienhaus mit 140 Quadratmeter Wohnfläche etwa 17 000 bis 18 000 Euro. In etwa so viel, wie eine Ölheizung. Abgesehen von den wesentlich geringeren Verbrauchskosten, sparen sich Besitzer der wartungsarmen Pumpen aber auch Kosten fürs Kaminkehren oder für die Tankreinigung.

Obendrein fördert die E.ON Bayern den Einbau mit 200 Euro. Das hat auch einige Bauträger neugierig gemacht. "Sie bieten Wärmepumpen inzwischen ohne Aufpreis an", weiß Monika Kneidl.

Weitere nformationen:

www.eon-bayern.com

Telefon 0180/4192045


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