Schwandorf
Vogelgrippe: Warten auf die Verordnung
Veterinäramt sammelt Daten über Geflügel-Halter
Aus Rumänien und der Türkei kamen in den vergangenen Tagen alarmierende Nachrichten über verendete Haus- und Wildvögel. Die toten Tiere hatten zum Teil Antikörper gegen die gefährliche Vogelgrippe im Blut. Für das Landratsamt Schwandorf bleibt die Lage vorerst dennoch unverändert. "Wir warten auf eine Verordnung aus den Ministerien in München und Berlin", beschwichtigt der Pressesprecher des Landratsamtes Franz Pfeffer.In diesem Fall sei der Landkreis gerüstet, die Notfallpläne lägen in der Schublade und eine Verordnung könne zügig umgesetzt werden. Bis jetzt gibt es allerdings keine Anordnung oder Eilentscheidung.
Dabei hatte Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) noch Ende August vorgeschlagen, Geflügel spätestens Mitte September in die Ställe zu sperren. Die bisher einzige Maßnahme des Veterinäramtes Schwandorf ist eine Bestandsaufnahme aller Geflügelhalter im Landkreis, um beim Auftreten der Vogelgrippe in der Region zügig und umfassend reagieren zu können.
Alle privaten und gewerblichen Halter von Geflügel wurden angeschrieben und mussten einen Bogen ausfüllen. Darin wird abgefragt, welche Tiere wo gehalten werden. Der Hoftierarzt und die Art der Haltung ist ebenso anzugeben.
"Inzwischen ist ein Großteil des aktuellen Adressenmaterials da", berichtet Pfeffer. Mehr könne man in Schwandorf momentan nicht tun: "Wir preschen da auf keinen Fall nach vorne."
Außerdem gebe es im Landkreis Schwandorf, so Pfeffers Auffassung, keine engen Geflügelbeziehungen mit Rumänien.
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