Amberg
Aus Hotel werden Studentenzimmer
Kiener will Wagner kaufen und zum Appartementhaus umbauen - Sanierung für 1,3 Millionen
Amberg. Aus Hotelzimmern werden Studentenzimmer: Diese Idee ist in Amberg nicht ganz neu, wenngleich sie natürlich immer noch gut ist. Die ständig wachsende Fachhochschule benötigt nach wie vor Wohnplätze für ihre Studierenden - egal, ob mit staatlichen Mitteln oder privat gebaut. Auf letzterem Sektor möchte jetzt auch die Amberger Bauträgergesellschaft Kiener einen Beitrag leisten.
Hotelier will aufhören
Tatsächlich möchte der gegenwärtige Inhaber Richard Wagner in Bälde aufhören, sich mit 67 Jahren allmählich in den wohlverdienten Ruhestand zurückziehen. Dabei ist es ihm aber nicht egal, was aus seinem schon von seinem Vater als Hotel geführten Haus wird. Er möchte, dass der Teil des Gebäudes, der bis heute als Hotel im Betrieb ist (der von der Straße aus gesehen links gelegene Parallelbau zur Dresdner Bank), eine sinnvolle Nachfolgenutzung bekommt.
Schon vor rund einem Jahr trat Richard Wagner deshalb auf Johann Kiener, den Chef der gleichnamigen Amberger Baufirma, zu und bat ihn, entsprechende Vorschläge zu entwickeln. Die Idee vom Haus für Studenten - plus zwei Gewerbeeinheiten in dem im Innenhof gelegenen Erdgeschoss (voraussichtlich Praxen) - gefällt dem Eigentümer ausgesprochen gut und er hofft, dass aus dieser "schönen Sache" Realität wird.
Immerhin rund 1,3 Millionen Euro möchte sich die Firma Kiener diese "schöne Sache" kosten lassen. Sie würde das Gebäude, das mit seiner Lage im Altstadt-Sanierungsgebiet E unter Ensembleschutz steht, praktisch von Grund auf sanieren (inklusive neuem Dach, neuer Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallation).
Als Eigentumswohnungen
Die Basisstruktur und die bereits jetzt gegebene Kleinteiligkeit mit den vielen Räumen soll aber beibehalten werden, informierte Johann Kiener zusammen mit seinem Architekten Hans Hornauer, dadurch sei im Prinzip auch die Idee von der Nutzung als Studenten-Haus gereift (die geplanten 18 Einheiten sollen zwischen 17 und 22 Quadratmeter groß sein, alle haben ein Badezimmer, die Mehrzahl auch Balkon). Sämtliche Appartements will Kiener als Eigentumswohnungen an Geldanleger verkaufen, die sie dann an Studenten vermieten.
Ob dieses Vorhaben tatsächlich Realität wird, hängt natürlich noch von der Genehmigung durch die Stadt Amberg und den Bauausschuss ab, der sich voraussichtlich gleich in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause mit dem Projekt befassen wird.
Die nötige Anwohner-Beteiligung läuft bereits, Johann Kiener selbst geht zurzeit reihum und informiert die Nachbarn von seinen Plänen. Gegenwärtig hat der Geschäftsführende Gesellschafter einen Optionsvertrag mit Richard Wagner geschlossen. Das heißt, er wird den Hotel-Trakt erst erwerben und sanieren, wenn er grünes Licht für sein Projekt erhalten hat.
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