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Von Anastasia Poscharsky-Ziegler  |  15.07.2005  | Netzcode: 10742567  |  309 Mal gelesen.
Berlin/Wurz

Das Klavier ist der Mittelpunkt meines Lebens

Der vierzehnjährige Mark Ehrenfried konzertiert bei Wurzer Sommerkonzerten

Ende Juni feierte Mark Ehrenfried gerade seinen vierzehnten Geburtstag. Schon im Alter von drei Jahren hat es Mark magisch ans Klavier gezogen, mit vier bekam er den ersten Unterricht, der Fünfjährige wird Schüler der russischen Professorin Natalie Gourseva, erste Auftritte in Kirchen folgen. Jetzt hat der junge Pianist aus Berlin bereits seit zehn Jahren Unterricht, und erstaunt bei seinen konzertanten Auftritten, die Säle füllen und Fernsehinteresse wecken. Mark Ehrenfried gewann im Jahr 2000 den 2. Preis beim "Steinway Klavierwettbewerb" und brachte schon zwei CDs heraus. Sein derzeitiger Lehrer ist der ägyptische Konzertpianist Yassir Abd del Ghany.

Am 24. Juli gibt Mark Ehrenfried ab 16 Uhr bei den 18. Wurzer Sommerkonzerten ein Nachmittagskonzert, das von der Veranstalterin Dr. Rita Kielhorn auch besonders für Familien gedacht ist. Der Kontakt zu Ehrenfried in die Oberpfalz kam durch seinen Manager Fritz Hofmann aus Kastl bei Kemnath zustande, den Bruder von Opernstar Peter Hofmann.

Informationen über Mark Ehrenfried findet man im Internet unter www.steel.voll.ms und www. pianoboy.de . Karten für die Wurzer Konzerte gibt es beim NT-Ticketservice, Telefon 0961/85550.

Mark, man darf dir ja noch gratulieren, du bist am 24. Juni vierzehn geworden. Wie hast du den Tag gefeiert?

Mark Ehrenfried: Zuhause, im Kreise meiner Familie. Ich habe viele Geschenke bekommen, und mich riesig gefreut.

Glaubst du wirklich, dass du jetzt die Titel "Wunderkind" und "der kleine Mozart" los wirst?

Ehrenfried: Ehrlich - mir geht der Titel "Wunderkind" auf die Nerven. Denn ich bin kein Wunderkind, weil ich mir alles hart erarbeite!

Stammst du eigentlich aus einer musikalischen Familie?

Ehrenfried: Nein, eigentlich nicht. Meine Oma hat Akkordeon gespielt, das ist alles. Meine Mutter Petra, hat aber schon als ich ein Baby war gemerkt, dass ich mich am ehesten bei Mozart beruhigt habe.

Das Programm, dass du dem Wurzer Publikum im romantischen Garten des alten Pfarrhofs vorstellst beweist ein weites Repertoire: vom "Italienischen Konzert" Bachs, über Scarlatti-Sonaten, Beethovens "Mondscheinsonate", zu Rimsky-Korsakows "Hummelflug" und Chopins "Revolutionsetüde", um nur einige Beispiele zu nennen ...

Ehrenfried: Naja, man macht, was man kann!

Hast du einen heimlichen Lieblingskomponisten?

Ehrenfried: Da habe ich keinen! Ich finde jeden Komponisten auf seine Art interessant. Aber vielleicht steht mir Beethoven doch näher als andere.

Liebst du wirklich nur klassische Musik, oder schaltest du auch mal den Musikkanal MTV oder ähnliches ein?

Ehrenfried: Einseitig bin ich wirklich nicht. MTV ist nun aber nicht gerade mein Geschmack. Ich höre abends lieber Radio. In jeder Musikrichtung gibt es schließlich gute und schlechte Musik - und jeder darf darüber selbst urteilen.

Was machst du wenn du nicht vier Stunden Klavier übst?

Ehrenfried: Ich male manchmal, lese viel, die Templer und die Kreuzfahrer-Zeit interessieren mich gerade besonders, spiele auch mal Schach oder Tischtennis. Aber während der Schulzeit bleibt mir nicht viel Zeit, ich übe drei bis vier Stunden täglich, und in den Ferien wird es auch mal länger.

Hast du für deine Konzerte einen Glücksbringer, einen Talisman, oder isst du etwas bestimmtes?

Ehrenfried: Nein, einen Glücksbringer brauche ich nicht. Ich esse am liebsten Pizza, Pommes frites und liebe Cola.

Du hast seit 2002 schon zwei CDs herausgebracht - ist eine dritte in Sicht?

Ehrenfried: Die erste, da war ich elf, ist eine reine Klassik-Scheibe. Die zweite geht mehr in Richtung Klassikpop. Auch der Song "Do you know where you are going to", der extra für mich komponiert wurde, und bei dem ich die Sopranistin Anna Maria Kaufmann zu meinem Spiel singt, ist dabei.

Kannst du dir vorstellen, dass du in einigen Jahren einen ganz anderen Weg einschlägst und dein Beruf nichts mit Musik zu tun hat?

Ehrenfried: Nein, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Trotz anderer Interessen: Das Klavier ist und bleibt wohl der Mittelpunkt meines Lebens!

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