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Von Jürgen Kandziora  |  29.12.2004  | Netzcode: 10658360  |  60 Mal gelesen.
Amberg

37 Meter hoher Mast stößt auf Widerstand

Anwohner wollen Mobilfunk-Anlage bei FH verhindern

Ein 37 Meter hoher D1-Mobilfunkmast, der neben der Sporthalle der Fachhochschule aufgestellt werden soll, stößt auf heftigen Widerstand. Die Anwohner, an ihrer Spitze Norbert (46) und Gabi Luber (43) aus der Mihielstraße, wollen ihn nicht haben. Sie befürchten gesundheitliche Beeinträchtigungen und möchten notfalls eine Bürgerinitiative ins Leben rufen, um die Anlage zu verhindern.

Auf die Baugenehmigung habe die Firma, die Deutsche Funkturm GmbH in Nürnberg, jedoch einen "Rechtsanspruch", wie Doris Kämpfer, bei der Stadt Amberg Sprecherin des Teams Bauordnung und Denkmalpflege, deutlich machte. Insofern dürfte es eine BI wohl schwer haben, gegen das Vorhaben vorzugehen.

Der Mast und das dazugehörige Betriebsgebäude, so bestätigte der städtische Pressesprecher Thomas Graml, werde von der Telekom auf einem dem Freistaat gehörenden Grundstück errichtet. Die entsprechende Behörde habe bescheinigt, dass die Anlage "gesundheitlich unbedenklich" sei und die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten würden. Die Baugenehmigung wurde bereits am 19. November durch das Amberger Baureferat erteilt. Wann Baubeginn ist, "wissen wir nicht", sagte Graml.

Das Ehepaar Luber hat vor wenigen Tagen Widerspruch wegen der "nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken" eingelegt und gegen die Stadt "Schadenshaftungsansprüche" angemeldet. Im Bereich der schädigenden Strahlung, argumentierte Norbert Luber am Dienstag gegenüber der AZ, befänden sich auch mehrere Schulen. Er habe nichts gegen solche Masten, aber sie sollten "an der passenden Stelle" stehen und nicht inmitten von Wohnbebauung. Eines beklagt der 46-Jährige besonders: "In jeder Gemeinde wird darüber abgestimmt. In Amberg entscheidet die Behörde. Das heißt im Klartext: Der Stadtrat, den wir gewählt haben, kriegt da gar nichts mit."

Deshalb haben die Lubers inzwischen alle Stadträte angeschrieben und sie aufgefordert, "dass sie sich um das gesundheitliche Wohl ihrer Bürger bemühen und ihre politischen Entscheidungen dahingehend treffen". Wie Doris Kämpfer erläuterte, sehe die Amberger Geschäftsordnung bei der Errichtung von Mobilfunkanlagen keine Einbeziehung des Stadtrats vor. "Das ist Sache der laufenden Verwaltung." Nachdem die Anlage auf dem FH-Terrain genehmigt werden müsse, hätte selbst ein Nein der Kommunalpolitik "wenig Entscheidungskraft".


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