Sulzbach-Rosenberg
Neues Gesicht fürs "Industriedorf"
Die Zielsetzungen des Förderprogramms "Stadtumbau West" für den Stadtteil Rosenberg
Sulzbach-Rosenberg. Rund 1,4 Millionen Euro fließen, verteilt auf drei Jahre, aus dem Fördertopf Stadtumbau West nach Sulzbach-Rosenberg. Und 1. Bürgermeister Gerd Geismann macht im Gespräch mit der SRZ klar, was damit geschehen soll: "Nach den Jahren schwerpunktmäßiger Sanierung in der Sulzbacher Altstadt stehen nun umfangreiche Umbaumaßnahmen in Rosenberg an. Der Stadtteil erhält ein anderes Gesicht".
Die demografische Entwicklung mit längerfristig zurückgehenden Einwohnerzahlen und der wirtschaftliche Strukturwandel hinterlassen bereits heute unübersehbare Spuren in bayerischen Gemeinden. Brachflächen und leer stehende Gebäude verdeutlichen den Handlungsbedarf. Eklatant wird das auch deutlich am altindustriell geprägten Stadtteil Rosenberg mit seiner riesigen Industriebrache (Altgelände Maxhütte).Mit dem Städtebauförderprogramm "Stadtumbau West" wird den Gemeinden jetzt ein Instrument an die Hand gegeben, die anstehenden städtebaulichen Probleme anzugehen. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg kann über einen Zeitraum von drei Jahren mit 1,4 Millionen Euro rechnen und will sie konzentriert in einem insgesamt 65 Hektar umfassenden Fördergebiet in Rosenberg einsetzen.
Wenn nicht gehandelt wird, drohe eine zunehmende Verschlampung des altindustriell geprägten und belasteten Ortsteils, befürchtet Gerd Geismann. Umso mehr freue er sich daher über private Sanierungs-Initiativen wie sie derzeit an zwei Wohnanwesen an der Ecke Hennebergstraße/Hauptstraße deutlich werden. Solche löblichen Beispiele wünschte er sich mehr, meint Geismann, denn "das Argument, die Maxhütte verdrecke innerhalb kürzester Zeit sanierte Hausfassaden wieder, zieht nicht mehr".
Zunächst wurden die Ziele des Stadtumbaues in Rosenberg abstrakt formuliert: Die im Ortskern bereits eingeleitete "Aufwertungsstrategie" mit der Modernisierung und Wiedernutzung von Gebäuden soll fortgesetzt werden. In Rosenberg Ost wurden im Rahmen des Programms Soziale Stadt bereits qualifizierte Grundlagen (städtebauliche und soziale Untersuchungen, integriertes Handlungskonzept. Zukunftwerkstatt) geschaffen, auf denen nun weiter aufgebaut werden kann.
Für das Gelände der Maxhütte ist im Rahmen der anstehenden Bauleitplanung eine Umstrukturierung zu einer gemischt-gewerblichen Nutzung vorgesehen. Eine Feinuntersuchung soll dabei auch klären, welche Teile der stillgelegten Maxhütte-Anlagen für eine denkmalgerechte und dokumentarisch überzeugende Darstellung der Roheisenerzeugung an diesem Standort erhalten bleiben müssten.
1. Bürgermeister Gerd Geismann: "Das neue Förderprogramm fasst alle vorausgegangenen Phasen der Ortskernsanierung und der Sozialen Stadt jetzt mit der Bauleitplanung für das MH-Altgelände sinnvoll zusammen".
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