Schwandorf
Kliniken: Ende der Talfahrt in Sicht
Krankenhaus-GmbH erwartet 900 000 Euro weniger Defizit - Geschäftsbericht im Kreistag
Schwandorf. (am) Die Prognose hörte sich für viele Kreisräte viel versprechend an. Laut Wirtschaftsplan sinkt der Jahresfehlbetrag bei den Krankenhäusern des Landkreises heuer um 900 000 Euro. Geschäftsführerin Dr. Brigitte Birzer erwartet ein Defizit von 3,2 Millionen Euro nach 4,1 im Vorjahr.
Problem in Oberviechtach
Dr. Brigitte Birzer erstattete sodann einen umfassenden Zwischenbericht der Geschäftsführung. Sie schilderte ausführlich wie das noch mit der alten Struktur eingefahrene Jahresergebnis 2003 zu Stande kam, um sich anschließend dem Wirtschaftsplan 2004 zu widmen. Sie gab zu verstehen, dass die Umstellung auf das neue DRG-Abrechnungssystem sowohl einen Rückgang der Fallzahlen als auch der Verweildauern erwarten lässt. In der Abteilung geriatrische Rehabilitation am Krankenhaus Oberviechtach habe die negative Entwicklung der Erlöse angehalten.
Die Sprecherin wandte sich detailliert den Veränderungen an den einzelnen Häusern zu (siehe nebenstehende Rubrik) und ging dann auf die wirtschaftliche Situation ein. Der zu erwartenden Verbesserung des Betriebsergebnisses um rechnerisch 896 207,41 Euro legte sie die Erwartung zu Grunde, dass die Krankenkassen bei den in Kürze stattfindenden Budgetverhandlungen der Krankenhaus-GmbH bei ihren Reformbemühungen entgegen kommen. Sie ging davon aus, dass ein wesentlicher Teil des Budgets des geschlossenen Krankenhauses Neunburg in der Gesellschaft verbleibt, und dass die Erweiterung der Somnologie in Nabburg zu Mehreinnahmen führt.
Einsparung beim Personal
Sie stellte fest, dass es durch den Abschluss eines Interessenausgleichs und einen Personalabbau um 42 Vollzeitkräfte gelungen ist, die Personalkosten entgegen dem allgemeinen Trend um rund zwei Millionen Euro zu reduzieren. Wobei sie betonte: Die Personalkürzungen gingen unter Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen vonstatten, auch zu einem Tarifausstieg kam es nicht. "Auch in den Folgejahren sind weitere Personalanpassungen unumgänglich", betonte Dr. Birzer und gab gleichzeitig zu verstehen, dass dazu organisatorische Veränderungen notwendig sein werden, um den Krankenhausbetrieb weiterhin qualitativ hochwertig gestalten zu können.
Sie verwies schließlich darauf, dass heuer die Prognose der Vorgänger-Geschäftsführung, die von rund 4,5 Millionen Euro Defizit mit und 6,2 Millionen Euro ohne Strukturveränderungen ausgegangen war, mit den jetzt im Raum stehenden 3,2 Millionen Euro deutlich unterschritten wird.
Landrat Volker Liedtke dankte besonders dem Personalratsvorsitzenden Peter Fleischmann für das Zustandekommen des Interessenausgleichs.
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