Amberg
Stadt schützt Taxiunternehmen vor sich selbst
Verkehrsausschuss lehnt Preissenkung ab - Referent Otto K. Dietlmeier befürchtet ruinösen Preiswettbewerb
In der vergangenen Woche warb die Amberger Taxiruf-Gemeinschaft noch eifrig für ihren Plan, die Fahrpreise von 1,30 Euro auf 0,80 Euro pro Kilometer zu senken. Am Mittwoch schob der Verkehrsausschuss diesem Vorhaben einen Riegel vor. Einstimmig lehnte das Gremium den Vorstoß der Taxler ab. Nicht zuletzt, weil nach Einschätzung von Verkehrsreferent Otto K. Dietlmeier die Wirtschaftlichkeit danach nicht mehr gegeben wäre.Erst vor einem halben Jahr hatte die konkurrierende Taxivereinigung den Antrag gestellt, die Fahrpreise um zehn Cent pro Kilometer anheben zu dürfen. Dem hatte der Verkehrsausschuss auch schon die Zustimmung verweigert. Entsprechende Verwunderung rief aktuell der Vorstoß des konkurrierenden Taxiruf in die andere Richtung hervor. "Bei zwei Taxigesellschaften gibt es in gewisser Weise eine Konkurrenz, die sich auch schon mal in unterschiedlichen Anträgen manifestiert", kommentierte das Dietlmeier.
Der verwies auf die Prüfung des Antrags durch den Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen, die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und die Industrie- und Handelskammer. Alle drei hätten diesem Vorstoß übereinstimmend ihre Zustimmung verweigert. Dietlmeier ging in seiner Einschätzung sogar so weit, die Gefahr eines ruinösen Preiswettbewerbs zwischen den beiden Amberger Taxigesellschaften aufsteigen zu sehen.
Im Übrigen verwies der Verkehrsreferent auf Vergleichszahlen aus Weiden, Regensburg und den Landkreis Amberg-Sulzbach. Auch hier würden sich die Tarife nur geringfügig von den aktuellen Amberger unterscheiden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass mit einem Fahrpreis von 80 Cent das gesamte Gewerbe fahren können soll", so der Schluss des Verkehrsreferenten.
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