Regensburg
"Kuno" klappert für Kinderklinik
27 Millionen Euro für Auf- und Ausbau fehlen
Regensburg. (pk) "Kuno" hat ein Pflaster auf dem Schna-bel und den Flügel in derVerbandsschlinge. Dennoch schaut der Unglücksrabe optimistisch drein: Kuno ist das fröhliche Logo und Maskottchen des wagemutigen Unternehmens "Kinder Uni Klinik Ostbayern" ("Kuno"), das auf unbürokratischem Weg eine Million Spender für 27 Millionen Euro sucht.
Ostbayern soll endlich in der Pädiatrie die Höchstversorgung erhalten. Unter dem Motto "Wir bauen unsere Uni-Kinderklinik Ostbayern selbst" treten dafür Uniklinikum und Kinderklinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder Regensburg Seite an Seite mit einer Idee an, die inzwischen für die Finanzierung vieler Projekte Pate steht, aber wohl noch nicht in einer solchen Dimension in Angriff genommen worden ist - die bislang größte in Ostbayern. Dabei setzen die Initiatoren auf "Bürgersinn statt Staatsvorsorge".Zwischen 24 und 27 Millionen Euro wollen für das Zwei-Säulen-Modell aufgebracht sein. Denn für den Neubau am Uniklinikum, den der Freistaat seit vielen Jahren wegen mangelnder Finanzkraft hinausschiebt, werden rund 17 Millionen Euro fällig. Die zusätzliche Ausstattung der Kinderklinik St. Hedwig, mit der das Uniklinikum kooperiert, kostet nochmals zwischen sechs und acht Millionen. "Wenn alle mitmachen und spenden, könnten wir es schaffen", sind der Verwaltungsdirektor des Uniklinikums Dr. Hans Bruckard und Ärztlicher Direktor Dr. Günter Riegger überzeugt. "Nur" eine Million Spender müssten durchschnittlich 17 bis 27 Euro spenden - angefangen von den Kindern selbst, die aufgerufen sind, von ihrem Taschengeld 1,70 Euro abzuzwacken, über die Erwachsenen mit Normalverdienst, denen das Projekt den Obolus von 17 Euro nahelegt, bis zu den Großverdienern, die 170 Euro "Tagegeld" beisteuern sollten. Für "Großkopferte" veranschlagen die Initiatoren dann 1700 Euro Spende.
Immerhin sind durch viele Kleinspenden und ein paar größere Summen schon 50 000 Euro beisammen. "Wesentliche Spenden von je rund 1000 Euro sind von den Professoren unseres Hauses gekommen", erzählte Bruckard am Montag. Auch wenn es die geplante Allianz der Mediziner und Bürger nicht auf die volle Summe schafft: "Aufrüstung und Hochrüstung von St. Hedwig stehen sowieso an, und die politischen Kräfte werden sich kaum rauszuhalten können, wenn wir zwischen acht und 14 Millionen zusammenbringen", meint der Verwaltungsdirektor. Es gebe auch Signale aus München - "aber erst brauchen wir die Bevölkerung!"
Die ist gleich am Samstag zum einem Paukenschlag geladen. Am Haidplatz in Regensburg ist von 14 bis 16 Uhr "Kinder Spenedaculum" mit riesiger Bühne und zahlreichen Akteuren, allen voran "Donikkl und die Weisswürschtl". Die Oberbürgermeister Hans Schaidinger (Regensburg), Wolfgang Dandorfer (Amberg) und Regierungspräsident Dr. Wilhelm Weidinger lassen sich in Münzen aufwiegen. Ärzte klettern auf die Drehleiter der Feuerwehr. Parallel mit dem Auftakt-Spektakel flattern Ostbayerns Bürgern eine Million Flyer ins Haus.







































































