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Weiden
Nun herrscht Schweigen
Duo tritt mit Anwälten vor Haftrichter - Kriminalpolizei gleicht Aussagen mit Spuren ab
Weiden. (mte) Warum der 66 Jahre alte Rentner sterben musste, dazu will der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer aus ermittlungstaktischen Gründen weiter nichts sagen. Warum aber der 22-jährige Soldat aus Regen und seine 23 Jahre alte Begleiterin aus dem Landkreis Neustadt/WN unter Mordverdacht stehen, verrät er: Es gibt schließlich einen Zeugen und viele Spuren.
Wichtige DNA-Spuren beispielsweise, die am Tatort Konradshöhe gesichert wurden und unter anderem zu den dringend Tatverdächtigen geführt haben. "Bei manchen Fällen fragt man sich, wie man es früher ohne DNA-Spuren geschafft hat, sie zu lösen", sagt Schäfer. Zudem machte das Duo selbst am Freitag bei seiner Überführung von Madrid über München nach Weiden erste Angaben zum Tatgeschehen. Danach kannten sich Opfer und Täter nicht.Schon länger Probleme
Schweigsam ging es allerdings am Samstag bei der Vorführung vor dem Haftrichter am Amtsgericht Weiden zu. Mit ihren Anwälten im Schlepptau sagten die beiden kein Wort mehr. Aktuell sitzen sie in Untersuchungshaft in verschiedenen Gefängnissen. "Möglicherweise finden derzeit weitere Vernehmungen statt", erklärt der Leitende Oberstaatsanwalt Schäfer. Anscheinend spielt ein längerer Zeitraum als nur der Tatzeitpunkt am 25. Januar bei den Ermittlungen eine Rolle. So räumte der junge Mann bereits ein, Stunden vor der Tat in Hütten mit einer Armbrust auf einen Hund gefeuert zu haben (wir berichteten). Zudem war der Soldat bereits vor dem 25. Januar aus der Bayerwaldkaserne abgängig. "Ja, es scheint hier schon länger irgendwelche Probleme gegeben zu haben", sagt Schäfer. Welcher Art, will er nicht sagen und wirbt um Verständnis: "Da befinden wir uns mitten in den Kern-Ermittlungen."
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