- Seite 1
- Seite 2
Weiden
Finger immer wieder in Wunde legen
Weißrusslandhilfe leistet weiter Hilfe für Opfer der Atomkatastrophe in Tschernobyl
Weiden. (uz) "Große Gebiete der ehemaligen Sowjet-Republik Belarus sind immer noch radioaktiv verseucht." Beim GAU im Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 seien wegen der damaligen Wetterlage 70 Prozent der radioaktiven Ablagerungen über Belarus niedergegangen. "Die sogenannte ökologische Sonderzone mit einem Durchmesser von 60 Kilometern ist und bleibt weiterhin unbewohnbar."
Die Weißrusslandhilfe beschäftigt sich auch ein Vierteljahrhundert nach der Atomkatastrophe mit den Folgewirkungen. Wie Vorsitzender Dr. Harry Nomayo bei der Jahreshauptversammlung im "Bräustüberl" deutlich machte, drohten die Opfer bis zum neuerlichen Unglücksfall, diesmal im japanischen Fukushima vor knapp einem Jahr, in Vergessenheit zu geraten."Die Berichterstattung war aus den Medien verschwunden." Nach Fukushima sei die Katastrophe zum 25. Jahrestag kurz wieder in den Blickpunkt gerückt, doch mittlerweile von anderen Themen überlagert worden. Dabei werde das AKW in Temelin weiter betrieben, in Polen würden gar neue gebaut, und in Frankreich gehe das Betreiben der Wiederaufbereitungsanlagen weiter.
Die Weißrusslandhilfe werde nicht müde, die Finger in die Wunde zu legen. "Unser Verein leistet seit fast 16 Jahren humanitäre Hilfe für die Opfer des Tschernobyl-AKW-Unfalls", sagte Dr. Nomayo. Noch heute würden Kinder mit Missbildungen geboren. Viele litten an Schilddrüsenkrebs, Leukämie und Diabetes. Die Not in Belarus sei nach wie vor groß. Seit Vereinsgründung habe man zwischen 1996 und 2006 mindestens einmal, oft bis zu dreimal jährlich Hilfsgüter in von Tschernobyl betroffene Gebiete geschafft.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
- Seite 1
- Seite 2








