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09.02.2012  | Netzcode: 3133482  |  215 Mal gelesen.
Lischke:

Schulfrei wegen Schneechaos

Macerata im Ausnahmezustand - In Supermärkten wird Frischware knapp - Rita Lischke im Interview

Lischke:. Weiden. (rg) Weidens Partnerstadt versinkt im Schnee. Nein, nicht etwa Annaberg-Buchholz im Erzgebirge, sondern Macerata im sonst so milden Mittelitalien. Sämtliche Schulen haben geschlossen. Damit ist auch Rita Lischke vorübergehend arbeitslos: Die gebürtige Bambergerin und Wahl-Maceratesin, vielen Weidenern von Partnerschafts-Besuchen her bestens bekannt, unterrichtet als Lehrerin in einer Nachbarstadt am Meer. Am NT-Telefon schildert sie das Schneechaos.

Sie haben schulfrei?

Rita Lischke: Ja, schnee-schulfrei. Das ist aber nichts Neues.

Dass in Macerata die Schule wegen starken Schneefalls ausfällt?

Lischke: Ja, das kommt eigentlich jedes Jahr vor. Aber nur immer für ein bis zwei Tage. Die derzeitige Schneemenge - und vor allem die Dauer - sind wir dagegen überhaupt nicht gewohnt. Immer wieder schneit es, und kein Ende ist in Sicht. Seit Samstag - in Italien ein regulärer Schultag - sind die Schulen zu.

In der gesamten Region?

Lischke: Ja. Obwohl das bei uns jeder einzelne Bürgermeister entscheidet - weil die Orte ja so unterschiedlich liegen, im Tal oder auf einem Hügel wie Macerata. Heute fällt er die Entscheidung, ob morgen Schule ist oder nicht.

Die Tendenz?

Lischke: Wohl nicht. Von den Dachrändern hängen Schneezungen herrüber, die dann je nach Gewicht abbrechen und runterstürzen, genau wie die Eiszapfen an den Dachrinnen. Ich denke, dass ab Mittwoch die Gehsteige deshalb gesperrt werden. Wir haben nach wie vor enorme Schneemassen in den Straßen. Parkende Autos schauen aus wie kleine rundliche Schneehügel. Die Bäume biegen sich. Alle Bürgermeister fordern die Leute auf, möglichst zu Hause zu bleiben oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Busse fahren mit Ketten.

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