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Von Karl Scheuerer  |  09.02.2012  | Netzcode: 3133434  |  614 Mal gelesen.
Weiden

"Verantwortung für unsere Kinder"

Kultusminister Ludwig Spaenle: In Bayern gibt es viele Wege zur Hochschulreife

Weiden. Die Kritik am bayerischen Schul- und Bildungsystem ist wahrlich nicht neu. Aber bei allem Verständnis dafür ist Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) doch der Meinung, dass es für junge Menschen im Freistaat so viele Wege gibt, um sogar von der Hauptschule aus noch einen Abschluss zur Hochschulreife zu schaffen. "Das ist der bayerische Weg, um manchmal auch ohne Gymnasium auf einer Universität zu landen", sagte der Minister am Mittwoch in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Nachfrage nach Ganztagssschulen steigt. Und
"Die Nachfrage nach Ganztagssschulen steigt. Und glauben Sie mir, ich bin unersättlich, was die erforderlichen Planstellen betrifft", so Kultusminister Ludwig Spaenle.
So haben zum zweiten Mal im Schuljahr 2011/2012 knapp 120 000 Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen in Bayern gemeinsam mit ihren Eltern auf der Basis der Neuregelung des Übertritts eine Entscheidung zur Schullaufbahn getroffen und besuchen nun eine weiterführende Schule. "Wir haben das Übertrittsverfahren verändert, dabei die Verantwortung der Eltern gestärkt und die Durchlässigkeit erhöht", so Spaenle.

Die aufnehmende Schule müsse die Begabung prüfen, unter Begleitung der Eltern. Für die Grundschulen stünden genügend Lehrkräfte zur Verfügung, allerdings würden auch die Kinder immer weniger. Bei den Ganztagsschulen steigt laut Spaenle die Nachfrage: "Dafür zahlen wir erheblich, aber glauben Sie mir, ich bin unersättlich, was die Besetzung von Planstellen anbelangt." Die Debatte über mehr Lehrerstellen insgesamt scheint für den Minister beendet: "Wir haben mehr eingestellt, auch im Nachtragshaushalt sind noch Stellen vorgesehen."

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