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Weiden
Opfer in aller Stille beigesetzt
13 Tage nach der Tötung des Weideners Wolfgang B. gelingt Polizei Festnahme der Verdächtigen
Weiden. (ca) Wolfgang B. ist inzwischen in aller Stille beigesetzt worden. Es macht ihn nicht lebendig, dass zwei Wochen nach dem Tatabend die Hauptverdächtigen gefasst worden sind. Seine Verwandten, seine ehemaligen Kollegen, seine Nachbarn - alle schätzten seine ruhige Art. Der 66-jährige Rentner befand sich am Abend seines brutalen Todes auf einem Abendspaziergang von der Konradshöhe in Richtung Ermersricht. Zu seinem Haus in der Regensburger Straße wären es noch gut 800 Meter gewesen.
Am Dienstag sind der mutmaßliche Täter Florian Klöber und seine Begleiterin Katja Röder auf dem Flughafen in Fuerteventura verhaftet worden. Und wieder wird es mindestens acht, maximal 30 Tage dauern, bis sie von Soko-Beamten aus Weiden vernommen werden können. Solange dauert die Überstellung, über die ein Gericht in Madrid befinden muss. Das Motiv ist noch immer nicht klar. Einen Raub hat die Polizei inzwischen ausgeschlossen. Schockiert hat viele Beamte der "Blutrausch" des Täters. Die Obduktion ergab mehr als 20 Messerstiche.Für Leitenden Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer ist es innerhalb kurzer Zeit nicht das erste Mal, dass Ermittlungen über die Landesgrenzen führen. Auch dem Verdächtigen in Reuth bei Erbendorf, Viktor G. aus Weiden, war die Flucht bis in den Osten Polens gelungen. Die Erfahrungen mit der Kooperation anderer europäischer Sicherheitsbehörden sind gut. "Das funktioniert recht gut."
Für den Otto-Normalverbraucher mag es seltsam erscheinen, dass die Verdächtigen sich ungehindert in einen Ferienflieger auf die Kanareninsel setzen konnten - zu einem Zeitpunkt, als die bundesweite Fahndung nach ihnen schon lief. "Ganz generell ist es innerhalb Europas sehr schwierig geworden", sagt Schäfer. Nach Inkrafttreten des Schengener Abkommens finden bei Ein- bzw. Ausreise für EU-Bürger keine obligatorischen Passkontrollen mehr statt.
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