Von Andrea Prölß |
06.02.2012
| Netzcode: 3129494 | 461 Mal gelesen.
Windischeschenbach
Bei Futura ist noch Licht
Futura'87 startet mit der Ausstellung "Licht und Schatten" ins Jubiläumsjahr 2012 - Noch bis 26. Februar
Gruppenfoto mit den ausstellenden Künstlern und der Futura-Vorstandschaft. In der hinteren Reihe: Futura-Gründer Erwin Schlott (Zweiter von rechts) daneben Laudator Bernhard M. Baron und Kurator Klaus Kuran. Bild: mlb
Eine Straßenschlucht irgendwo in Deutschland. Dunkel, still und menschenleer. Der Blick fällt auf ein hell erleuchtetes Fenster in einem der Häuser und setzt die Fantasie des Betrachters in Gang. Wird hier noch gearbeitet, wird hier zu später Stunde noch jemand erwartet oder ist man einfach nur eingeschlafen? Wie auch immer: "Bei Neumanns ist noch Licht".
Die Szenerie, die Stefan Schadeck in Öl festgehalten hat, hat etwas Beruhigendes und Einladendes an sich. So wie der Blick hinauf zur Futura-Artothek, hoch oben im Dachgeschoss der Windischeschenbacher Schule, warm erleuchtet in eisig kalter Nacht, wo am Freitagabend die alljährliche Futura-Ausstellung eröffnet wurde. "Licht und Schatten" lautet das Motto, das Futura-Chef Erwin Schlott und Kurator Klaus Kuran in diesem Jahr ausgegeben haben.
Künstler aus der Region
Neben dem Neustädter Künstler Stefan Schadeck haben sich mit Mary Baron-Muscat, Alfred Hertrich, Klaus Kuran, Gerda Moser, Gabi Neppl, Klaus Neugierg, Anton Sammet und Marille Singer weitere acht Kunstschaffende aus der Region zu diesem Thema ihre Gedanken gemacht. Und die Ergebnisse zeigen ein breitgefächertes Spektrum an Techniken und Herangehensweisen. Mal abstrakt, mal gegenständlich. Mal streng geometrisch, mal zart poetisch. Nicht immer erschließt sich das Thema so klar wie bei Schadecks Blick hinauf zu den "Neumanns". Oftmals kommt es zu Umdeutungen, Erweiterungen oder Überhöhungen. Wie immer ist die Fantasie des Betrachters gefragt.
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Windischeschenbach
Bei Futura ist noch Licht
Futura'87 startet mit der Ausstellung "Licht und Schatten" ins Jubiläumsjahr 2012 - Noch bis 26. Februar
Blickfang gleich neben dem Eingang ist die Granit-Stele von Norbert Neugierg, auf der Engelwesen dem Licht entgegenschweben. Dahinter der große Leuchtturm von Alfred Hertrich, dessen Lichtkegel die Finsternis durchdringt. Und wer aufmerksam durch die Ausstellung wandert, findet im Gang zur Bilderausleihe auch Arbeiten des verstorbenen Hans Burmeister.
Wie Alfred Hertrich zählt Burmeister zu den ersten Künstlern, die Erwin Schlott vor 25 Jahren um sich scharte. Damals, am 10. April 1987, als Schlott die Gruppe Futura'87 ins Leben rief und zugleich die erste europäische Artothek, eine Bilderausleihe für jedermann, die für überregionales Aufsehen sorgte.
"Im Anfang war die Tat"
"Im Anfang war die Tat", mit diesem Goethe-Zitat verwies Bernhard M. Baron, ehemaliger Kulturamtsleiter der Stadt Weiden, in seiner Rede auf die Verdienste von Erwin Schlott. "Er schaut immer so bescheiden", so Baron, "aber er ist ein Mann, der die künstlerische Landschaft in der Region Oberpfalz und darüber hinaus bereichert und geprägt hat". Ehrenamtlich, unentgeltlich und in Oberpfälzer Beharrlichkeit, sodass bis heute gilt: Bei Futura ist noch Licht.
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