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Von Rudolf Barrois  |  04.02.2012  | Netzcode: 3128294  |  403 Mal gelesen.
Weiden

"Die Wurzel muss bei Sturm tief hineinreichen"

"Kunst im Foyer": Jürgen Huber zeigt bis Ende März Arbeiten aus seinem Zyklus "Rettungsversuche"

Jürgen Huber im NT-Foyer vor einem seiner
Jürgen Huber im NT-Foyer vor einem seiner Bilder. Bild: tos
Aufklärung und Menschenfreundlichkeit, Humanismus im weitesten und wörtlichen Sinne, sind die Grundanliegen in Jürgen Hubers Malerei. Der 58-jährige Künstler stellt seit Freitag in der Reihe "Kunst im Foyer" im Medienhaus "Der neue Tag" (Weigelstraße 16) 28 Bilder aus seinem großen Zyklus "Rettungsversuche" aus. Bei der Vernissage ermöglichte Huber im lockeren Gespräch mit Stefan Voit, NT-Ressortleiter Kultur, dem Publikum den Blick auf ein Werk, das sich abheben will von Einschichtigkeit und Begrenztheit.

Inspiration durch S.P.U.R.



Das alles hat seine Wurzeln nicht nur in Hubers oberpfälzischen Heimaterlebnissen in kritischer Beschäftigung mit politischen und gesellschaftlichen Prozessen der 60er Jahre, sondern vor allem in dem Erbe der berühmten Künstlergruppe S.P.U.R., die bereits Ende der 50er Jahre den "kulturellen Putsch" wagte. Zu der Gruppe gehörten Heimrad Prem, Erwin Eisch, Helmut Sturm, H. P. Zimmer und nicht zuletzt Lothar Fischer, dessen Museum in Neumarkt dieses Erbe verwaltet und immer wieder neu interpretiert. Es ist daher kein Wunder, dass Huber Sympathien empfindet für die 68er-Bewegung, die den Ausstieg wagte aus einer von alten Maximen geprägten Gesellschaft.

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