Von (ps) |
03.02.2012
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Weiden
"Ohne Sie wäre Weiden nichts"
Lohn für jahrzehntelanges Engagement: Sechs Bürger erhalten Auszeichnung für Verdienste im Ehrenamt
Weiden. (ps) So voll war der große Sitzungssaal bei der Verleihung von Ehrenzeichen noch nie. Fast 60 Familienangehörige, Stadträte und Vereinsvertreter wollten dabei sein, als sechs verdiente Weidener ausgezeichnet wurden. Schließlich engagieren sich die zwei Frauen und vier Männer bereits seit Jahrzehnten im Ehrenamt - und damit für die Allgemeinheit.
Ingeborg Rudnik, Hildegard Heuberger, Josef Forster, Erich Hohlrüther, Werner Paetzold und Kurt Heinold saßen am Donnerstag in der ersten Reihe. "Wir können als Politiker gar nicht genug betonen, wie wichtig das Ehrenamt ist." Nur diesem Einsatz sei das bunte Vereinsleben in der Max-Reger-Stadt zu verdanken, betonte OB Kurt Seggewiß. Gemeinsam mit Bürgermeister Lothar Höher - der spielte die Rolle des Rosenkavaliers - nahm er die Ehrungen vor.
"Wenn solche Persönlichkeiten wie Sie nicht wären, dann könnten wir allesamt in Weiden einpacken", verwies Seggewiß etwas flapsig auf die wichtige Funktion des Ehrenamts - und fügte hinzu: "Es stellt den sozialen Kitt in Weiden dar." Auch die Geselligkeit gehöre dazu. Dabei herrsche in den Vereinen "zu 95 Prozent guter Zusammenhalt. Nur ganz, ganz selten gibt es auch mal Reibereien."
Völlig reibungslos
Absolut reibungslos verlief die Auszeichnung der sechs verdienten Bürger mit dem Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt. Nach dem Motto "Ladies first" standen Ingeborg Rudnik und Hildegard Heuberger an der Spitze. 32 Jahren lang war Ingeborg Rudnik in der SpVgg-Kanuabteilung ehrenamtlich aktiv: Als Kassiererin, Schriftführerin und Abteilungsleiterin. Nach der Insolvenz der SpVgg im Jahr 2010 zählte sie zu den Gründungsmitgliedern des neuen Vereins "Kanu Weiden", in dem sie seit 2011 Wandersportwartin ist. Auch die Königlich-Privilegierte Feuerschützengesellschaft 1604 profitiert von ihrer Einsatzfreude. Denn hier organisiert sie seit gut 25 Jahren Feste, Ausflüge, sammelt Spenden.
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Weiden
"Ohne Sie wäre Weiden nichts"
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"Einen gewaltigen Einzugsbereich" - so Seggewiß - betreut Hildegard Heuberger als Leiterin der Parkinson-Selbsthilfegruppe Weiden und Fichtelgebirge-Wunsiedel. "Als Gründungsmitglied der Weidener Gruppe hat sie Auf- und Ausbau von Anfang an unterstützt." Im Oktober 2000 wurde sie selbst zur Vorsitzenden gewählt und ist seitdem "mit Herzblut" für die Mitglieder im Einsatz.
Seit Anfang der 90er Jahre ist Erich Hohlrüther als Wander-, Wege- und Kartenwart für den OWV im gesamten Bereich der mittleren und nördlichen Oberpfalz aktiv. Sein besonderes Kennzeichen: "Sehr lang haltbare, selbst ausgefräste Holzschilder, die eine Augenweide sind." Sie zieren unter anderem Goldsteig und Jakobsweg. Er hilft dem Verein auch Kosten zu sparen, indem er alte, beschädigte Straßenpfähle so aufbereitet, dass sie für die Wanderschilder wieder verwendet werden können.
Vorsichtig gingen Seggewiß und Höher die Ehrung von Werner Paetzold an. Denn der war 1954 Jugend-Oberpfalzmeister im Ringen. Seit 1951 ist er im Athletenclub 1897 aktiv, hatte 24 Jahre lang den Vorsitz inne. In seine Amtszeit fallen entscheidende Weichenstellungen wie beispielsweise die Ablösung vom Turnerbund Weiden. Unter seiner Regie wurde auch das 100-jährige Bestehen gefeiert. Seggewiß: "Sie sind in einer sehr hohen Liga und machen wunderbare Wettkämpfe."
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Weiden
"Ohne Sie wäre Weiden nichts"
Lohn für jahrzehntelanges Engagement: Sechs Bürger erhalten Auszeichnung für Verdienste im Ehrenamt
Den Malteser-Gedanken "Wir haben den Kranken zu dienen" hat sich Josef Forster zu eigen gemacht. Selbst seit 1977 an Multipler Sklerose erkrankt und auf den Rollstuhl angewiesen, hat er 1980 eine MS-Gruppe in Weiden gegründet, leitet eine Senioren-Behindertengruppe und hat viele soziale Projekte für Betroffene initiiert, die er betreut.
55 Jahre im Turnerbund
"Der Kurt war mal mein Lehrer", verriet Kurt Seggewiß über Kurt Heinold . Seit 1957 Mitglied des Turnerbunds Weiden, hat er insbesondere die Volleyball-Abteilung zur Blüte gebracht. 1995 wurde er zum Ehrenmitglied des Turnerbunds ernannt. Heinold engagierte sich auch im Bayerischen Volleyballverband. Im Oberpfälzer Waldverein ist er als Wege- und Kartenwart unermüdlich aktiv.
Bei Häppchen und Getränken plauderten Geehrte und Gäste im Anschluss noch in lockerer Runde.
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