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Weiden
Kliniken brauchen wieder mehr Geld
Vorstand erwartet vier Millionen Unterdeckung - Werner Schieder verspricht Unterstützung
Weiden. (ps) Mit 4 Millionen Euro Unterdeckung rechnet Kliniken-Vorstand Josef Götz für das Jahr 2012. Seine Bitte an Bundestagsabgeordneten Werner Schieder deshalb: Er solle sich auf Bundesebene dafür stark machen, dass vor allem die Tarifsteigerungen abgedeckt werden. "Ärzte und Pfleger haben das Geld wirklich verdient."
Von 2007 bis 2010 hätte die Kliniken Nordoberpfalz AG die wirtschaftlichen Einschnitte noch gut kompensieren können. Auch dank des Lohnverzichts und der hervorragenden Leistung der Mitarbeiter. "Aber jetzt ist die Grenze des Zumutbaren erreicht." Gleichzeitig sei das Leistungsangebot seit Gründung der AG 2006 um 5 Prozent angewachsen, die Zahl der Vollzeitstellen stieg um 120 auf 1928. Erfolge, die von der aktuellen wirtschaftlichen Situation und der laufenden Umstrukturierung in Eschenbach völlig überlagert würden, bedauerte Götz.Von Werner Schieder kassierte er dafür ein dickes Kompliment: "Es ist für die ganze Nordoberpfalz eine sehr große Leistung, dass die Kliniken AG weiter in kommunaler Trägerschaft bleiben kann und dass die Leistungen nicht in merkbarem Umfang privatisiert wurden." Was die Finanzen betraf, stieß Götz bei dem Bundestagsabgeordneten auf offene Ohren. Der räumte zwar ein, dass die rot-grüne Koalition den Sparzwang an den Krankenhäusern mit ausgelöst habe. In Verhandlungen mit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sei allerdings für die Zeit ab 2011 ein einheitlicher Orientierungswert vereinbart worden, der die tatsächlichen Kostenerhöhungen der Krankenhäuser berücksichtigen sollte. Die CDU/FDP-Regierung habe diesen Weg wieder verlassen. "Man muss den Kliniken so viel Geld geben wie die Kostensituation erfordert", stellte sich Schieder auf die Seite des Klinikums.
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