Von (ass) |
31.01.2012
| Netzcode: 3124516 | 342 Mal gelesen.
Stettkirchen
Fragen an die Menschenforscher
Auswertungen der Ausgrabungen von Stettkirchen fangen jetzt erst an - Fast 250 Skelette
Stettkirchen. (ass) Für den Archäologen ist die Arbeit fast getan, jetzt sind die Menschenforscher, die Anthropologen, an der Reihe. Sie müssen das einordnen und bewerten, was die Ausgräber aus dem Boden von Stettkirchen zutage gefördert haben. Beispielsweise die Frage beantworten, woher die Toten stammen, die auf dem Friedhof bestattet worden sind.
Ein Schädel, der viele Fragen aufwirft. Er gehört zum früh karolingischen Friedhof, der bei Straßenbauarbeiten neben der Wallfahrtskirche Stettkirchen gefunden worden ist. Bild: Hartl
Ursprünglich hatte Archäologe Friedrich Loré ja vermutet, der bei Straßenbauarbeiten im Herbst 2010 gefundene Friedhof von Stettkirchen (wir berichteten) müsse zu einer größeren Siedlung in der Nähe gehört haben - möglicherweise ein unbekannter Ort, der auf den Jura-Höhen über der Lauterach gelegen war. Mittlerweile tendiert Loré allerdings in die Richtung, es habe sich um eine Art "Zentralfriedhof" für die umliegenden Dörfer gehandelt. So wie beispielsweise früher die Hohenburger in Adertshausen bestattet wurden, ehe dort ein eigener Friedhof angelegt worden ist.
"Wir haben 213 Bestattungen in 51 Grabungen gefunden", sagt Friedrich Loré. Dazu kommen eine Anzahl von Einzelgräbern, die nicht weiter untersucht worden sind, die bereits beim Bau der Straße am Anfang des 20. Jahrhunderts beseitigten Skelette und Bereiche, die gar nicht aufgemacht wurden. "Wir wissen nicht, wie groß der Friedhof wirklich war", so Loré. Er könnte aber - rein hypothetisch - bis zu 1000 Menschen umfassen. "Und das wäre für einen Friedhof aus der früh karolingischen Zeit schon sehr viel."
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Von (ass) |
31.01.2012
| Netzcode: 3124516 | 342 Mal gelesen.
Stettkirchen
Fragen an die Menschenforscher
Auswertungen der Ausgrabungen von Stettkirchen fangen jetzt erst an - Fast 250 Skelette
Im 9. und 10. Jahrhundert dürfte der Friedhof von Stettkirchen genutzt worden sein, so vermutet der Archäologe. Wer hier liegt und wie die verwandtschaftlichen Beziehungen sind, das wollen jetzt die Experten von der Anthropologischen Staatssammlung in München herausfinden. Sie planen eine groß angelegte DNA-Analyse, die unter anderem die Frage klären soll, ob die mehrfach genutzten Gräber von Stettkirchen eventuell Familien-Legen sind. Möglicherweise können die Münchner Menschenforscher aber auch feststellen, unter welchen Erbkrankheiten die "Stettkirchner" gelitten haben, von welchen Gebrechen der Oberpfälzer rund um das Jahr 1000 heimgesucht worden ist. "Wir haben da schon einiges gesehen", verrät Friedrich Loré. So waren bei einigen der Toten die Halswirbel drei bis fünf steif. Was auf direkte Verwandtschaft, einen steifen Hals und einen krummen Rücken schließen lässt.
Stettkirchen, so macht Loré deutlich, ist wichtig für die Abstammungsgeschichte der Bayern. Eine vergleichbare "Datenmenge" aus dieser Zeit haben die Anthropologen sonst nicht zur Verfügung. Aber sind es überhaupt Bajuwaren, die da ihre letzte Ruhe fanden? Denn möglicherweise gehörte das Tal der Lauterach noch zum slawischen Kulturkreis. Oder waren die dort gefundenen slawischen Schläfenringe nur ein Mode-Gag, den auch bajuwarische Frauen schick fanden? Oder aber war es ganz anders und ein fescher Bayer hat sich in eine Frau aus dem Böhmischen verguckt? So was soll schon mal vorgekommen sein.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
Bürger soll für 230 000 Euro Altlasten sanieren,die einst zum Unfallschutz aller dienten
Direkt neben der ehemaligen Bundesstraße am Ortsende von Pittersberg erstreckte sich eine ausgedehnte Grube, die bis 1999 immer wieder mit verschiedensten Materialien, vor allem Bauschutt und
mehr...
Tolles Wetter und tolle Stimmung - das ergab unterm Strich ein wirklich tolles Fest, das die Massenrichter Hüttenschützen anlässlich ihres 40-jährigen Vereinsbestehens feiern konnten.
Die
mehr...
"Lustige Konrader" blicken auf 40 Jahre Amateurtheater zurück
Sie scherten sich gar nichts ums Champions-League-Finale, sondern feierten am Samstagabend ihr 40-jähriges Vereinsjubiläum: "D' lustigen Konrader".
mehr...
Caritas-Schwangerschaftsberatung besteht seit 30 Jahren - Neue Aufgaben- und Problemfelder
45 000 Gespräche in 30 Jahren: "Damit war praktisch schon eine ganze Kleinstadt bei uns zur Beratung", rechnet Ursula Malterer vor. Die Themenschwerpunkte allerdings haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten stark gewandelt. Finanzfragen und medizinische Aspekte rücken in der Schwangerschaftsberatung der Caritas immer mehr in den Vordergrund.
mehr...
Einem gemeinnützigen Zweck floss erneut der Erlös der Christbaumabholaktion zu. Diesmal hatte die Kirwagemeinschaft Schlicht für die KLJB die Aktion übernommen.
Im Januar wurden die
mehr...
Architekten bauenauf Karlheinz Beer
Weiden.(wd) In den vergangenen 20 Jahren hat sichDipl.-Ing. Karlheinz Beerein überregionales Renommee als Architekt und Stadtplaner,
mehr...
Delegiertenwahlen der CSU Weiden Ost - Lukas: Sechs Millionen für Realschul-Renovierung
Wenn alle an einem Strang ziehen, dann habe die CSU gute Chancen bei Wahlen. Das erklärte Stadtrat Alois Lukas vor den Mitgliedern des Ortsverbands Weiden Ost. Und zumindest im Vorfeld der Bundestagswahl zieht der Ortsverband an einem Strang: Einstimmig nominierten die Christsozialen die Delegierten zur Stimmkreiskonferenz.
mehr...
Heimatfreunde Mooslohe ehren sechs Schützenkönige - Einzug im geschmückten Wagen
Es war ein ganz besonderer Termin für die Heimatfreunde Mooslohe: Die Ehrung von sechs neuen Königen im Vereinslokal "Zum alten Schuster" stand an - und der Schützenverein wusste, dem Anlass entsprechend zu feiern.
mehr...
Alte Zöpfe abschneiden? Bei der Friseurinnung Nordoberpfalz scheint das nicht nötig. Im Gegenteil: Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder ihren bisherigen Obermeister Harald Raml einstimmig für weitere drei Jahre. Ebenso deutlich bestätigten die Stimmberechtigen auch seine langjährige Stellvertreterin Renate Weiß im Amt.
mehr...
Sieben Kinder feiern in der Pfarrei Sorghof Erstkommunion
Vier Mädchen und drei Buben durften in der Herz-Jesu-Kirche in Sorghof zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gehen. Aus diesem Anlass war im Altarraum ein großes Kreuz aufgestellt, um das sich ein
mehr...