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Von Rudolf Barrois  |  26.01.2012  | Netzcode: 3118427  |  467 Mal gelesen.
Flossenbürg

Kunst als Erinnerung an "fünf verdammte Jahre"

Ausstellung "Rückkehr - Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen von Vittore Bocchetta" bis 13. April in Flossenbürg

Der 93-jährige Italiener Vittore Bocchetta kam am
Der 93-jährige Italiener Vittore Bocchetta kam am Dienstagabend persönlich nach Flossenbürg, um die Ausstellung zu eröffnen. Ab dem Herbst 1944 war er im Flossenbürger Außenlager Hersbruck inhaftiert. Bilder: nm (2)
Jeder zweite Häftling hat die mörderischen Bedingungen im Flossenbürger Außenlager Hersbruck nicht überlebt. Professor Vittore Bocchetta, von Herbst 1944 bis April 1945 dort inhaftiert, überlebte mit viel Glück und hat 40 Jahre nach seiner Rettung in 24 Zeichnungen das festgehalten, was in seiner Erinnerung unauslöschlich haftet. Der Sprachwissenschaftler hat als Maler und Bildhauer Erfahrungen aus den "fünf verdammten Jahren" des Widerstandes und der Verfolgung verarbeitet. Jetzt ist er mit 93 Jahren nach Flossenbürg zurückgekehrt, um selbst die Ausstellung seiner Werke in der KZ-Gedenkstätte zu eröffnen.

Elf Ölgemälde befassen sich mit Grenzerfahrungen menschlicher Existenz. Zwei Exponate stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit den Erlebnissen des Künstlers in Hersbruck und Flossenbürg: das Ölgemälde "Die Duschen", ein Geschenk Bocchettas an die Gedenkstätte, und die Skulptur "Ohne Namen", die stark verkleinerte Version eines Denkmals, das auf dem ehemaligen Gelände des Außenlagers Hersbruck errichtet wurde.

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