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Von Susanne Wolke  |  24.01.2012  | Netzcode: 3115487  |  231 Mal gelesen.
Regensburg

Die andere Seite des Kunsthistorikers

Ausstellung im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg zeigt den renommierten Professor Jörg Traeger als Maler

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Auf dem Gebiet der Kunstgeschichte war er eine Koryphäe - wenn er selbst malte, gönnte er sich eine anachronistische Haltung: Jörg Traegers Bilder schweben zwischen Impressionismus und Expressionismus. Bild: Wolke
Irgendwann hätte er wohl sowieso selbst angefangen zu malen: Jörg Traeger, jahrelanger Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg, widmete sein Leben der Kunst. Und bei seinem Talent war es nahe liegend, dass er selbst einmal den Pinsel in die Hand nahm. Doch für Traeger war die Malerei mehr als nur ein Ausgleich zur Wissenschaft. Von Anfang an fuhr der spätere Professor zweigleisig: Parallel zum Studium der Kunstgeschichte besuchte er schon als junger Mann die Akademie der Bildenden Künste in München.

Ein Aspekt, der oft übersehen wird. Zu Unrecht, wie nun die Ausstellung "Jörg Traeger - als Maler" im Regensburger Kunst- und Gewerbeverein deutlich vor Augen führt. In Zusammenarbeit mit der Universität wird die schaffende Seite des international renommierten Kunsthistorikers hervorgehoben. 2005 ist Traeger überraschend gestorben, in diesen Tagen wäre er 70 Jahre alt geworden.

Farbintesiver Reigen



Die Ausstellung stellt nun den ansonsten stets Forschenden selbst in den Mittelpunkt. In einem farbintensiven Reigen wird die künstlerische Entwicklung Traegers nachgezeichnet: von den frühen Aquarellen, die unter Oskar Kokoschka in der Salzburger Sommerakademie entstanden, bis hin zu den schillernden Landschaftsdarstellungen der späteren Jahre.

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