Von (mte) |
23.01.2012
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Weiden
Eine ausgezeichnete Halle
Am 29. Februar vor 20 Jahren eröffnete die Max-Reger-Halle offiziell - Trotz Defizit ein Gewinn
Weiden. (mte) Gerhard Hagler schlägt das Goldene Buch der Max-Reger-Halle auf und erinnert sich beim Blick auf die Promi-Fotos: Einst sollte er ein Bett in der Umkleide installieren, ein Steak mitten am Nachmittag auftreiben oder flugs mit dem Mercedes von Senta Berger an der Tankstelle vorfahren. In 20 Jahren Max-Reger-Halle hat deren Chef einiges erlebt.
Vor allem an die Besuche von Politikern wie Heiner Geißler erinnert sich Gerhard Hagler oft. Im Goldenen Buch der Max-Reger-Halle haben sich alle verewigt. Bild: Huber
Am 29. Februar feiert die MRH ihren 20. Geburtstag. Der Förderverein für Kammermusik bittet dazu Olga Scheps, die als beste Nachwuchspianistin ausgezeichnete Russin, zum Jubiläumskonzert nach Weiden.
Seit 1992 haben über zwei Millionen Menschen 10 000 Veranstaltungen in der Halle besucht. Eine Halle, deren Bau damals von allen getragen wurde, erinnert sich Hagler. "Da gab es keine kritischen Stimmen wie aktuell beim Einkaufszentrum." Und es gab den Stadthallen Förderverein um Vorsitzenden Hans-Robert Thomas. "Der Verein hat es verstanden, den Bürgern die Stadthalle schmackhaft zu machen."
So war es von Anfang an rappelvoll in der neuen MRH. Erst bei der inoffiziellen Eröffnung mit dem TC Postkeller Kabarett im Dezember. Dann beim Auftritt der Bamberger Symphoniker unter Chefdirigent Horst Stein bei der offiziellen Eröffnungsfeier am 29. Februar 1992. Alles ausverkauft. "Die Leute waren einfach neugierig auf die Halle."
Preise für Kongresszentrum
Eine Halle, die mittlerweile Preise abräumt. 2009 erhielt sie vom Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) den Titel "bestes Kongresszentrum seiner Größenordnung" in Europa. 2005 und 2011 landete das Veranstaltungszentrum bei dem alle zwei Jahre ausgelobten Preis unter den drei Bestplatzierten. Die Urkunden zieren den Eingangsbereich der Halle.
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Eine ausgezeichnete Halle
Am 29. Februar vor 20 Jahren eröffnete die Max-Reger-Halle offiziell - Trotz Defizit ein Gewinn
So richtig gut aber läuft es erst seit 2000/2001. Damals erreichte die Halle Rekordbuchungen für Messen, Seminare, Konferenzen, Musicals, Schauspiele und ähnliches. Und heute? "Mit der momentanen Auftragslage bin ich sehr zufrieden", sagt Hagler. Trotzdem schreibt die Max-Reger-Halle rote Zahlen.
Bei 600 000 Euro liegt das jährliche Defizit in etwa. "Es gibt in Deutschland aber keine einzige Stadthalle, die sich nur als solche tragen kann." Zudem stünden den Miesen Einnahmen gegenüber, die sich nur schwer berechnen lassen. "Umwegerentabilität nennen wir das", sagt Hagler und meint Geld, das aus Übernachtungen, Restaurantbesuchen, Souvenireinkäufen durch Tagungsgäste in der Stadt hängen bleibt.
So gesehen, rechne sich die Halle. Auch den Freizeitwert für die hier Lebenden würde sie enorm steigern. Ein Professor an der Fachhochschule weiß das sicher zu schätzen, meint Hagler und geht noch weiter: "Gebe es die Max-Reger-Halle nicht, gebe es die FH eventuell auch nicht."
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Eine ausgezeichnete Halle
Am 29. Februar vor 20 Jahren eröffnete die Max-Reger-Halle offiziell - Trotz Defizit ein Gewinn
Besuchermagnet Parkfest
Was ohne die Halle definitiv nicht existieren würde, ist das Fest im Park. 2007 ging es das erste Mal über die Bühne. Mit kulinarischen Genüssen. Mit Band. Mit Lasershow. Mit einem Riesenerfolg. "Das ist das Dankeschön von uns Technikern ans treue Publikum", sagt Hagler, der nicht nur zurückblicken möchte. "Was die Zukunft anbelangt, bin ich optimistisch." Nur ein Problem hat Hagler: Viel Platz im Goldenen Buch bleibt nicht mehr. "Ich besorge ein neues", verspricht er mit Blick auf die gute Auftragslage.
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Unsere Max-Reger-Halle ist wirklich ein Juwel in Weiden.
Und auf Juwelen sollte man sehr aufpassen.
Dies allerdings wird, zumindest äußerlich, meiner Meinung nach nicht genügend getan.
Auf der Seite zur Arbeitsagentur zeigt sich der Putz (Isolierung) in einem teilweisen erbärmlichen Zustand. Durchfeuchtung, Algen und Abplatzungen des Putzes bzw. der Isolierung lassen auf Fehler in der Konstruktion schliessen.
Rechtzeitige Renovierungen sind bestimmt billiger als ein marodes Gebäude zu erneuern. Andere Beispiele kaputter städtischer Gebäude sollten uns mahnen.
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Und auf Juwelen sollte man sehr aufpassen.
Dies allerdings wird, zumindest äußerlich, meiner Meinung nach nicht genügend getan.
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