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Von (fku)  |  16.01.2012  | Netzcode: 3107577  |  812 Mal gelesen.
Weiden

Dunkel und gefährlich

Nach zwei tödlichen Unfällen: Experten raten zu auffälliger Kleidung

Weiden. (fku) Dreieinhalb Jahre nichts. So lange lag der vorerst letzte Verkehrsunfall auf Weidens Straßen zurück, bei dem ein Fußgänger ums Leben kam. Nun hat sich das Bild jedoch dramatisch gewandelt: Innerhalb von zwei Wochen kam es zu zwei tödlichen Unfällen.

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Dieselbe junge Frau, dieselbe Stelle - aber eine andere Jacke: Wer mit hellen Klamotten unterwegs ist, fällt in der Winterzeit eher auf. Gerade für Fußgänger kann das manchmal lebenswichtig sein. Bilder: Steinbacher (2)
Zunächst übersah ein junger Autofahrer eine 86-Jährige am frühen Abend des 30. Dezembers in der Leimberger Straße, am Freitag vergangener Woche starb eine 77-Jährige, nachdem sie in der Morgendämmerung von einem Kleinwagen am Hammerweg erfasst worden war. Beide Unglücke ereigneten sich, als die Fußgänger die Straße an Stellen überquerten, wo es weder Ampeln noch Zebrastreifen oder Mittelinseln gibt. So dramatisch sie seien, erklärt Polizeisprecher Günther Burkhard, sie stünden zumindest nicht für eine besorgniserregende Entwicklung. "Das ist definitiv kein Trend, das ist, wenn man so will, ein tragischer Zufall." Einer, der sich auch nicht erklären lässt - zumal die Untersuchungen zu beiden Fällen noch laufen. Burkhard ist deshalb vorsichtig mit einer Bewertung. Ein Grund für die Unfälle könne jedoch sein, "dass es offensichtlich an der Erkennbarkeit der Fußgänger gemangelt hat". Der Polizeisprecher drückt sich bewusst vorsichtig aus - gemeint ist letztlich, dass die Fußgänger keine helle Kleidung trugen und dies besonders schwer wog, weil sich die Unfälle bei Dunkelheit beziehungsweise in der Dämmerung ereigneten.

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Kommentare
Meine Meinung
Markus Erben  |  17.01.2012 08:06 Uhr

Der Polizeipsrecher sollte ruhig einen Vorwurf daraus machen. Mir persönlich begegnen auch des öfteren Exemplare dieser in modischen dunklen Suizideinheitsgrau gekleideten Bevölkerungsgruppe auf der Strasse und ich war jedesmal heilfroh, dass ich noch rechtzeitig reagieren konnte. (Klein-)kindern verpasst man reflektierende Kleidung, Schuhe und Schultaschen, um im Strassenverkehr besser aufzufallen, währenddessen viele Erwachsene - nicht nur Senioren alles dafür tun, sich nicht vom Dunkel der Nacht abzuheben.

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