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Weiden
"Jede tickt anders"
Gebundene Ganztagsklasse am "Elly": So wachsen 27 Mädchen in neuen Schulalltag hinein
Weiden. Das eigene Schließfach kommt an. Die Kletterwand begeistert. Und die Knödel bei Küchenchefin Rosi Pausch schmecken super. Das aber sind bei weitem nicht die einzigen Erfahrungen, die die 27 Zehnjährigen beim Besuch der ersten gebundenen Ganztagsklasse im Elly-Heuss-Gymnasium machen. Wie ihre erste Zwischenbilanz nach drei Monaten ausfällt? Unterschiedlich.
Isabella zum Beispiel findet den Schulalltag, der täglich von 8 bis kurz vor 16 Uhr dauert, anstrengend. Lisa dagegen kommt der Tag nicht so lange vor. Schließlich verbringen die Mädchen die Zeit mit ihren Freundinnen. Das begeistert. Und die Abwechslung im Stundenplan macht's.Hier lösen sich Anspannung und Entspannung, geistige Anstrengung und Pausen, Unterricht in der Klasse und Arbeit in kleineren Gruppen ab. Zudem gibt es viele Doppelstunden. Die Kinder genießen sie. Warum? Unterm Strich müssen sie weniger Unterrichtsmaterialien mitschleppen und nur für vier bis fünf statt bis zu acht Fächer täglich abarbeiten. In der Schule, wohlgemerkt. Denn in einer gebundenen Ganztagsklasse beinhaltet die Schulzeit Hausaufgaben und Übungszeiten. Aber auch Fußball oder Tanzen, Modewerkstatt oder andere Freizeitbeschäftigungen. Am Ende steht ein Ziel: Die Schülerinnen sollen mit der Schularbeit durch sein, wenn sie heimkommen.
Doch klappt das? "Die Mädchen wachsen allmählich in ihren neuen Schulalltag hinein", sagt Englisch-Lehrerin Doris Christl. Noch aber gilt es, ein sinnvolles Zeitmanagement zu lernen. Das ist gar nicht so leicht: "Denn jede tickt natürlich anders." In der Folge kommen die einen mit den Hausaufgaben in der Schulzeit voran. Andere müssen zu Hause nacharbeiten und zum Beispiel Vokabeln lernen. Entweder legen sie ein langsameres Arbeitstempo an den Tag. Oder ihnen fehlt noch die Konzentrationsfähigkeit. Doch Studienrätin Doris Christl warnt: ",Das mach' ich dann zu Hause' ist keine gute Strategie."
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