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Von Stefan Voit  |  20.10.2011  | Netzcode: 3008639  |  386 Mal gelesen.
Weiden

Wilde Kerle, die mit Visionen Ernst gemacht haben

"Wir von hier": Kunstverein zeigt ab 21. Oktober Arbeiten von Karl Aichinger und Max Bresele - Eon-Kulturpreis für Wolfgang Herzer

Bresele
Der Kunstverein Weiden kümmert sich auch um den Nachlass von Max Bresele. Wolfgang Herzer (Bild) zeigt in der Ausstellung "Wir von hier" ausgewählte Arbeiten des 1998 verstorbenen Oberpfälzer Künstlers. Bild: Voit
Die Vermittlung regionaler Kunst liegt Wolfgang Herzer vom Kunstverein Weiden am Herzen. Mit der Vernetzung von Museen und Galerien in der Kulturkooperative "KoOpf" hat er einen besonderen Beitrag dazu geleistet. Für dieses Engagement wird er heute in Straubing mit dem Eon-Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. Am 21. Oktober, eröffnet er im Kunstverein die Ausstellung "Wir von hier" mit Arbeiten der Oberpfälzer Künstler Karl Aichinger und Max Bresele. Die Kulturredaktion führte mit ihm dieses Gespräch.

Karl Aichinger und Max Bresele - warum stellen Sie diese beiden Künstler in den Fokus?

Wolfgang Herzer: Aichinger ist als Künstler zweifellos eine markante Größe unserer Kunstwelt. Er ist in diesem Jahr 60 geworden. Der runde Geburtstag ist Anlass genug. Im Zusammenhang mit Max Bresele, der 1998 starb, führt das individuelle Älterwerden zu einem grundlegenden Problem, das ungelöst ist. Wir haben wiederholt darauf aufmerksam gemacht: Was wird aus der Oberpfälzer Kunstwelt, wenn ihre Protagonisten nicht mehr sind? Es gibt in der Region kein umfassendes Sammlungskonzept, das damit befasst wäre, die regionale Kunst der Nachwelt in ihren gewachsenen Zusammenhängen zu erhalten, wie das etwa im privaten Kunstmuseum Erlangen versucht wird. Gerade im Fall Bresele, dessen Nachlass wir vor dem Müllcontainer gerettet haben, zeigt sich, wie traurig die Lage ist.

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