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Weiden
Gewerbegebiet nicht für Festplatz opfern
Bürgerliste: Jetzt keine unumkehrbaren Tatsachen schaffen - Vorwurf: Gutachten zu Altlasten unter Verschluss
Gert Rippl behauptet, ihm liege ein zwei Jahre altes Gutachten vor, wonach die Entsorgung der Altlasten beim bisherigen Festplatz an der Leuchtenberger Straße "mindestens" 4,2 Millionen Euro kosten würde. Das Gutachten habe die Stadtbau GmbH in Auftrag gegeben und dort liege es unter Verschluss. Es sei doch verwunderlich, dass die Stadträte davon nicht Kenntnis hätten, sagte Rippl am Samstag bei einer Ortsbegehung beim geplanten neuen Festgelände westlich der Neustädter Straße. Bürgerlisten-Stadtrat Stefan Rank, dessen Fraktion eingeladen hatte, erklärte, die Stadträte würden das Gutachten nicht kennen. Auch er nicht, obwohl er selber im Aufsichtsrat der Stadtbau sitze.Fraktionsvorsitzender Dr. Christian Deglmann spielte das Gutachten - "das wir natürlich noch nicht gesehen haben" - runter. "Was Schuld und was Schuld ist, steht auf einem anderen Papier. Daher kann es natürlich sein, dass die Stadt nicht auf den vier Millionen sitzen bleibt." Dr. Deglmann über den Dringlichkeitsantrag seiner Partei: "Für mich ist es unverantwortlich, jetzt zwei Wochen bevor über das Bundeswehr-Areal entschieden wird, Grundstückskäufe oder Tauschgeschäfte zu machen, damit man später nicht mehr zurück kann." Dagegen wehre sich die Bürgerliste, die das Kasernengelände für einen neuen Festplatz favorisiert.
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