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Von Rudolf Barrois  |  08.10.2011  | Netzcode: 2993319  |  2856 Mal gelesen.
Neusath/Perschen

Wahre Fundgrube für alle Heimatfreunde

Tradition, Brauchtum und Geschichten: Buch- und Kunstverlag legt Oberpfalz-Kalender für 2012 vor

Kalender II
Das Freilandmuseum Neusath-Perschen ist ohne Frage genau der richtige Platz um den inzwischen dritten Oberpfalz-Kalender, herausgegeben vom Buch- und Kunstverlag Oberpfalz, der Öffentlichkeit vorzustellen. Von dort oben schweift der blick hinunter auf Nabburg, dessen Mittelaltermarkt diesmal das Titelbild für den Kalender liefert.

Auch heuer ist dieses liebevoll zusammengefügte und gestaltete Heimatmagazin eine Fundgrube für alle Heimatfreunde. Und es zeigt sich auch diesmal, dass selbst die besten Kenner der Region dies oder jenes, was die Autoren für 2012 ausgegraben haben, noch nicht wussten.

Region steht ganz oben



Dass die Oberpfälzer ihre Heimat nicht unter den Scheffel stellen müssen, versteht sich von selbst. Auf der langen Liste deutscher Urlaubsregionen steht diese Region ganz oben. Und so fügen sich, wie Wolfgang Benkhardt, Verlagsleiter des Buch- und Kunstverlags betonte, die Beitrage von 40 Autoren und noch mehr Fotografen zu einem farbenprächtigen Mosaik zusammen, an dem auch Günter Moser mitwirkte, der als damaliger Leiter des Buch- und Kunstverlags mit dem Kalender das Buchprogramm seines Hauses krönte.

7 Bilder
Titel Titel Titel Titel
Bilder: Günter Moser


Alle Regionen der Oberpfalz sind berücksichtigt. Von der Schönseer Altweibermühle bis zum Ölbergspiel in Berching, vom Konnersreuther Reslgarten bis zum Gesandtenfriedhof in Regensburg, von der Amberger Altstadt bis zum Bayerwaldtiergarten in Lohberg reichen die Porträts einer Landschaft, die in ihrer Geschichte immer wieder schwer heimgesucht worden ist. Und dennoch haben sich die Menschen ihre Fröhlichkeit bewahrt, haben auch in der Bewahrung ihrer Traditionen unverfälschte Besonnenheit bewiesen.

Gelungene Mischung



Peter Braun, Bürgermeister von Schmidmühlen, betonte, dass der Kalander in der Tat die ganze Region repräsentiere: Brauchtum, Tradition, Geschichte und Geschichten fänden sich in einer gelungenen farbenprächtigen Mischung zusammen. Der Kalender sei lehrreich, unterhaltsam und nützlich zugleich. 330 Termine haben auf über 100 Seiten Platz gefunden. Darunter sind auch die der Freilichttheater, von Leuchtenberg bis Neunburg vorm Wald. Darüber hinaus bietet der Kalender als Begleiter durch das Jahr etliche Höhepunkte: Der Pfingstritt in Bad Kötzting wird 600 Jahre alt. Die Leuchtenberg Burgfestspiele, entstanden aus einem Schultheater, feiern 30-jähriges Bestehen, in Schwandorf laufen die Vorbereitungen für den 200. Geburtstag von Konrad Max Kunz, den Komponisten der Bayernhymne, und in Dietfurt sind nach fünfzig Jahren wieder die "Drei Elenden Heiligen" unterwegs von Griesstetten nach Dietfurt.

Auch in diesem Kalender hat Markusine Guthjahr wieder tief in ihre Rezeptkiste gegriffen. Sie verrät, was man aus Rotklee, Beifuß, Schafgarbe und vielen anderen Gewächsen draußen aus der freien Natur machen kann. Und auch der Humor ist diesmal nicht zu kurz gekommen. Josef Fendl, aus Niederbayern stammend und seit 50 Jahren in der Oberpfalz "naturalisiert", hat aus der langen Liste seiner witzigen Sprüche eine ganze Reihe hineingestreut in den Kalender. Ein gelungenes Gesamtwerk, das die Oberpfalz einmal mehr in ihrer ganzen Schönheit und Vielfalt präsentiert.

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Der "Oberpfalz-Kalender 2012" ist beim Buch- und Kunstverlag Oberpfalz erschienen, hat 105 Seiten mit 150 Abbildungen und kostet 11,90 Euro. Er ist ab sofort im Buchhandel und in den Geschäftsstellen des Medienhauses "Der neue Tag/Amberger Zeitung/Sulzbach-Rosenberger Zeitung" erhältlich.



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