Von Joachim Gebhardt |
06.10.2011
| Netzcode: 2991497 | 543 Mal gelesen.
Sulzbach-Rosenberg
Ziel: Günstiger Dampf machen
Experten stellen Energiekonzept für St.-Anna-Krankenhaus vor - Zwei Varianten zur Wahl
Sulzbach-Rosenberg. (ge) Wenn schon ein generalsaniertes Krankenhaus, dann auch die optimale Energieversorgung dazu: Zwölf Monate rechneten und tüftelten die Experten des Instituts für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden, nun legten sie das Energiekonzept für das St.-Anna-Krankenhaus vor. Bei neun Varianten hat sich der Verwaltungsrat für zwei entschieden, die weiter betrachtet werden sollen. Beide liegen in den Jahresgesamtkosten bei rund 165 000 Euro.
Inspektion der Heizungsanlage und Übergabe des Energiekonzeptes: Von links Prof. Dr. Markus Brautsch, stellvertretender Vorstand Jens Posluschny, Landrat Richard Reisinger, Hans Maderer und Andreas Poeplau vom St.-Anna-Krankenhaus. Bilder: Gebhardt (2)
Der nächste Bauabschnitt der Generalsanierung rückt näher, und da ist es zweckmäßig, rechtzeitig vorzubauen. Schließlich müssen eventuelle Neuerungen noch in die Planung eingearbeitet werden. Professor Dr. Markus Brautsch von der HAW stellte die Ergebnisse jetzt gemeinsam mit Landrat Richard Reisinger vor.
Das Institut für Energietechnik (IfE) an der HAW befasste sich seit September 2010 mit der Erarbeitung eines Energiekonzeptes für das St.-Anna-Krankenhaus. Betrachtet hatten die Planer jeweils Blockheizkraftwerke mit unterschiedlichen Dimensionierungen. 50 Prozent der Kosten trägt übrigens das Bayerische Wirtschaftsministerium als Förderer.
Die Experten berechneten auf der Basis der Bestandsversorgung mit Wärme (Heizung, Warmwasser, Dampf) und der Kälteversorgung ihre Varianten für die künftige Energieversorgung. Hauptprämisse dabei: Es muss die Dampfversorgung gewährleistet sein, um weiterhin Zentralsterilisation, Küche und Bettendesinfektionsanlage betreiben zu können.
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Sulzbach-Rosenberg
Ziel: Günstiger Dampf machen
Experten stellen Energiekonzept für St.-Anna-Krankenhaus vor - Zwei Varianten zur Wahl
Als klares Ziel setzten sich die Ingenieure die Energieeinsparung, Betriebskostenreduzierung und auch die Senkung des CO2-Ausstoßes. Als Referenzvariante und zur Berechnung des Einsparpotenzials diente dabei die Erneuerung der Bestandsversorgung mit zwei Warmwasserkesseln, zwei Dampfkesseln und zwei Kälteanlagen.
Modernste Technik
Bei den überprüften Blockheizkraftwerke handelte es sich um koventionelle Techniken wie Erdgas-Kessel, aktuelle Techniken (Kraft-Wärme-Kopplung) und zukunftsfähige Lösungen wie die Mikroturbine.
Bei der Simulation des künftigen Energiebedarfs berücksichtigten die HAW-Leute auch die energetische Sanierung, die ja schon im Zuge des 2. Konjunkturpakets im "Uralt-Gebäude" gelaufen war: Die Ertüchtigung der Fassade und der Fenster sowie die Dämmung der Decken im Dachraum brachten immerhin eine thermische Einsparung von 18 Prozent des Gesamtverbrauchs.
Viel Strom sparen
Auch die Modernisierung der Lüftungsanlagen fand Berücksichtigung: Die Anschlussleistung sinkt von aktuell 184 Kilowatt auf rund 128, was einer jährlichen Stromeinsparung von rund 190 000 Kilowattstunden entspricht.
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Sulzbach-Rosenberg
Ziel: Günstiger Dampf machen
Experten stellen Energiekonzept für St.-Anna-Krankenhaus vor - Zwei Varianten zur Wahl
Zwei Varianten kommen nun in die engere Wahl: ein Erdgas-Blockheizkraftwerk mit 50 kWel und eine erdgasbetriebene Mikroturbine mit 200 kWel zur gleichzeitigen Wärme-, Dampf- und Stromproduktion als wirtschaftlich attraktivste Lösung.
Die geringsten Investitionskosten wären freilich mit dem Anschluss an die Fernwärmeversorgung verbunden. Eine Entscheidung darüber sei aber wegen der momentanen Situation bei der Gesellschaft ESR nicht möglich. Das endgültige Konzept soll voraussichtlich 2013 verabschiedet werden.
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