Weiden
Junger Vierbeiner erobert sich seine Familie
Tierische Geschichten: Tonis Hunde-Tagebuch im Buch- und Kunstverlag Oberpfalz erschienen
Denn Rolf Thym, Journalist aus Regensburg, erkannte, dass es Wichtigeres aufzuklären gelte als die Geschichte, die er seinem Kollegen in Weiden gerade hatte anbieten wollen: Das Zusammenfinden von Mensch und Hund fand ab Sommer 2009 auf der Unterhaltungsseite in der Wochenendbeilage seinen Niederschlag in den Toni-Abenteuern, die bald eine große Fangemeinde hatten.
Ein Schnippchen schlagen
Das veranlasste den Buch- und Kunstverlag Oberpfalz, die Abenteuer des Vierbeiners und seiner Familie in einem Buch zusammenzufassen. Am Dienstagabend wurde der Band in der Regionalbibliothek Weiden vor über 100 Besuchern vorgestellt.
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Dass in der langen Geschichte der Domestizierung des Hundes die Unabwägbarkeiten des tierischen Erbes dem menschlichen Willen immer wieder ein Schnippchen schlagen, das musste auch Thym erkennen. Sorgfältig hatte er sich mit seiner Frau auf die Ankunft des Welpen vorbereitet. Doch der Vierbeiner erwies sich als absolut erziehungsresistent.
Das Tagebuch dieser spannenden Beziehung zwischen Mensch und Tier macht offenbar, dass auch Hunde einen ausgeprägten Charakter haben, dass sie menschliche Schwäche instinktiv erkennen und auszunutzen verstehen, Freiheitsdrang und Jagdinstinkt allen Erziehungsversuchen zum Trotz immer wieder durchbrechen.
Die alltäglichen Herausforderungen haben gelegentlich ganz eigenartige Züge, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Reaktion des Menschen auf das Hundeverhalten oft sehr skurril erscheint. Die Liebe zum Vierbeiner und seinen Eigenarten steht bisweilen im Widerspruch zu menschlichen Ordnungs- und Sauberkeitsprinzipien, die Logik des Einen und des Anderen sind - so dokumentiert Thym - zumeist nicht miteinander zu vereinbaren. Aber gerade diese Überraschungen machen das Zusammenleben spannend und meist auch liebenswert.
Witzig porträtiert
Grafikerin Christine Schreiber aus Floß, selbst Besitzerin eines Hundes, hat Toni und seine Geschichten für das Buch "Und dann kam Toni" ungemein witzig porträtiert und seinen Charakter für die Leser je nach Situation zu Situation mit wenigen präzisen Strichen festgehalten. Dass die Geschichten von Toni bei den Zeitungslesern eine solche Anteilnahme erwecken, liegt nicht nur daran, dass der Hund als der beste Freund des Menschen gilt, sondern auch daran, wie der Autor seine Erlebnisse mit seinem Vierbeiner beschreibt.
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Wirkliches Familienmitglied
Das zeigte sich auch bei der Dialoglesung des Autors zusammen mit NT-Kulturredakteur Stefan Voit, ebenfalls ein bekennender Hundefreund. Und soviel steht fest: Was die entsprechende Fachlektüre nicht schaffte - das tägliche Zusammenleben und ein gutes Stück Zuneigung lassen Toni schließlich und endlich zu einem wirklichen Mitglied der Familie werden.
Rolf Thyms Buch ist sicherlich mehr als nur ein lesenswertes Tagebuch einer Mensch-Tier-Beziehung. Es ist, weil es so sympathisch verfasst ist, eine Anregung, sich mit dem Phänomen Hund einmal näher zu befassen - und mit der Frage, warum sich der Mensch gerade diesem Tier so nahe fühlt.
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Das Buch von Rolf Thym "Und dann kam Toni" (136 Seiten, 44 Illustrationen von Christine Schreiber, 14,95 Euro, Buch- und Kunstverlag Oberpfalz ) ist ab sofort im Buchhandel und in den Geschäftsstellen des Medienhauses "Der neue Tag/Amberger Zeitung/Sulzbach- Rosenberger Zeitung" erhältlich.
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Weitere Informationen im Internet:
http://und-dann-kam-toni.de
www.buch-und-kunstverlag.de
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