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Von Stefan Voit  |  18.07.2011  | Netzcode: 2890954  |  245 Mal gelesen.

"Wir lebten zwei Leben"

"In uns der Ort": Sehenswerte Ausstellung in KZ-Gedenkstätte

Flossenbürg. "We left Flossenbürg, but Flossenbürg never left us!" Dieses Zitat von Jack Terry, Sprecher der ehemaligen Häftlinge des KZ Flossenbürg, könnte nicht eindringlicher sein. Rund 100 000 Häftlinge hielt die SS zwischen 1938 und 1945 dort gefangen, mindestens 30 000 kamen ums Leben. Von den noch wenigen Überlebenden trafen sich am Wochenende 51 - begleitet von Familienangehörigen und Freunden.

Gedenken und Erinnern



66 Jahre nach Befreiung des KZ kommen sie noch immer an die Stätte des Grauens zurück: um der Ermordeten zu gedenken, um sich zu treffen und zu erinnern - und um als Zeitzeugen Schülern von ihrem Leidensweg zu erzählen.

Diesmal wurde das Treffen auch von einer Ausstellungseröffnung, verbunden mit einer Lesung des tschechischen Schriftstellers Pavel Kohout, begleitet.

"In uns der Ort" haben die Fotografinnen Renate Niebler (Porträts) und Beatrice Apel ihre Ausstellung genannt, die noch bis 2. November in der ehemaligen Häftlingsküche zu sehen ist. Die Verantwortlichen der Gedenkstätte gehen hier einen neuen Weg und zeigen erstmals zeitgenössische Kunst, die in all der schrecklichen Geschichte zum Nachdenken anregen und für Diskussionen sorgen soll. An den Außenwänden des Ausstellungsraumes hat das Münchner Architekturbüro Wollmann & Mang, das für die Ausstellungsgestaltung verantwortlich zeichnet, die Landschaftsaufnahmen von Beatrice Apel positioniert. Eine Serie zeigt fast idyllische winterliche Aufnahmen des KZ-Steinbruchs. Wer die Geschichte dahinter nicht kennt, könnte meinen, dass hier Geotope im Sonnenlicht der kalten Jahreszeit festgehalten wurden.

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