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Von (uz)  |  13.05.2011  | Netzcode: 2797858  |  242 Mal gelesen.
Weiden

"Atomausstieg ist früher möglich"

Grüne verweisen auf Berechnungen von Greenpeace - Schuhmacher: Stromzukauf ist nicht nötig

Weiden. (uz) Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl habe sich verheerend auf den Nachwuchs ausgewirkt, unterstrich die neugewählte Grünen-Beisitzerin Sonja Schuhmacher bei der Jahreshauptversammlung im "Alten Eichamt". Sie sprach von "einer Million fehlender Kinder" in Europa.

Als Gründe nannte sie Massenabtreibungen ("es gab bis zu 200 000 wegen Tschernobyl"), erhöhte Kindersterblichkeits-Raten und Elternängste infolge des Unglücks. Die Fehlbildungen bei Säuglingen hätten 1987 in Südbayern, das aufgrund der damaligen Wetterlage stärker kontaminiert gewesen sei, doppelt so hoch gelegen wie in Nordbayern.

Deutlich höhere Rate



In den zehn Ländern mit den höchsten Niederschlägen sei die Rate achtmal höher gewesen, als in denen mit den niedrigsten Niederschlägen nach der Katastrophe. In Norwegen, das stark verstrahlt gewesen sei, hätten Experten nach Tschernobyl einen Anstieg verringerter kognitiver Fähigkeiten bei Kindern beobachtet.

Und von den 800 000 Liquidatoren, welche die Sowjets in den Kampf gegen die Strahlen geschickt hätten, seien 1987 noch 78 Prozent, 1996 nur noch 15 Prozent gesund gewesen. "Atomkraft ist keine Lösung", sagte die Atomkraftgegnerin. Und es sei auch nicht richtig, dass Deutschland Strom importieren müsse. Wenn, dann nur aus wirtschaftlichen Überlegungen, weil eben der Tagespreis im Ausland gerademal einen Cent niedriger liege.

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