Von (wd) |
25.03.2011
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Weiden
"Die Energiewende dümpelt vor sich hin"
Klage von Maria Luise Deyerling im Ausschuss für Energiewende - Wärmeverbund am Klinikum mit Pferdefüßen
Die Energiewende - wo ist sie geblieben? Ausgerechnet im Ausschuss für Energiewende fand Maria Luise Deyerling (Bürgerliste) die Diskussion zwischen Reinhard Hese (SPD) und Hans Sperrer (CSU) "unerträglich". Dabei stellte sie generell fest: "Die Energiewende dümpelt vor sich hin." Sie müsse endlich lokal und regional vorangebracht werden. "Wir haben keine Wahl."
Die Diskussion entbrannte nach dem Bericht von Stadtwerkeleiter Johann Weiß, der die Chancen und Kosten für einen Energieverbund im Bereich des Klinikums untersuchte. Per Blockheizkraftwerk sollte nicht nur Strom erzeugt, sondern auch Wärme geliefert und 3000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Mögliche Abnehmer wären Klinikum, Justiz- und Ämtergebäude sowie sechs weitere private Nachbarn. Weiß ließ sich nicht in seine Kalkulation sehen, machte aber deutlich, dass höhere Kosten zu erwarten seien. Deshalb sei zu klären, ob die Abnehmer dann überhaupt noch Interesse zeigten. "Verweigert sich der Endverbraucher aufgrund der Kosten, sind wir gezwungen, das Projekt abzubrechen." Ein Kraftwerk brauche auch Logistik, Platz, Zufahrten, Filter-Anlagen usw.. "Wir dürfen den Bürgerwiderstand nicht vergessen."
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Klage von Maria Luise Deyerling im Ausschuss für Energiewende - Wärmeverbund am Klinikum mit Pferdefüßen
Selbst Hese zeigte sich beeindruckt. Natürlich sei die Balance zwischen Wünschenswertem und Bezahlbarem zu wahren. "Wir brauchen die Kunden, die uns die alternative Energie abkaufen." Sperrer erinnerte daran, dass die CSU im Werkausschuss diesen Wärmeverbund angeregt hatte. Es gehe auch darum, die Stadtwerke mit einer weiteren Sparte, nämlich dem Verkauf von Wärme, zu stärken. Der Einsatz von erneuerbaren Energien müsse sich rechnen - deshalb müsse dieser Nahwärmeverbund angegangen werden.
Fragezeichen hinter die Konkurrenzfähigkeit stellte indirekt Dr. Matthias Loew (SPD). Zwar sei beim Blockheizkraftwerk der Erlös aus dem Stromverkauf zu berücksichtigen. Der Gaspreis, so seine Prognose, werde sich vom steigenden Ölpreis abkoppeln und sogar eher sinken.
Veit Wagner (Grüne) betonte, dass es Aufgabe des Ausschusses sei, die Energiewende voranzubringen. Gerade nach den Japan-Erfahrungen werde Windenergie wichtig. Er fragte Hans Sperrer, wo die Power des Oberpfälzer Waldvereins auf lokaler Ebene bleibe. Sperrer verwahrte sich: Der OWV sei nicht gegen Windräder, wenn sie mit Natur, Landschaft und den Menschen in Einklang stünden.
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"Die Energiewende dümpelt vor sich hin"
Klage von Maria Luise Deyerling im Ausschuss für Energiewende - Wärmeverbund am Klinikum mit Pferdefüßen
Entscheidend sei der Einklang mit Recht und Gesetz, stellte Hese klar. "Da schaut's anders aus." Er unterstellte, die CSU gaukele den Bürgen zu große Abstände der Windräder von der Bebauung vor. "Was sie machen ist Häme", konterte Bürgermeister Lothar Höher (CSU). Gerade mit dieser Art seien die Genossen verantwortlich, dass Weiden bei der Windenergie "so weit hinten" sei.
Rechtsdezernent Hermann Hubmann sagte, er gönne den Stadtwerken jedes Geschäft. Allerdings müsse geklärt sein, was der Bürger für Öko mehr auszugeben bereit sei. OB Kurt Seggewiß schlug vor, die Errichtung eines Wärmeverbundes zu prüfen und dann zu entscheiden, wie die Energien erzeugt würden. Seine Sorge: Höhere Energiekosten im Klinikum schlügen aufs Ergebnis durch und die Mitarbeiter würden beteiligt.
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