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Von Stefan Voit  |  22.03.2011  | Netzcode: 2732171  |  433 Mal gelesen.
Weiden

Expedition ins Land der visuellen Freiheit

Comic-Welten in Weiden: Hendrik Dorgathen bis 24. April beim Kunstverein

Kurator Wolfgang Herzer (links) holte den
Kurator Wolfgang Herzer (links) holte den Kunstprofessor und Illustrator Hendrik Dorgathen zu einer Comic-Ausstellung in die Räume des Kunstvereins. Bild: Voit
Zoomp, Zack, Ächz, Biep, Blupp - wie herrlich ist doch die (Geräusch)Sprache der Comics. Als Kinder waren wir unseren Eltern überlegen, denn nur wir verstanden diese Laute und wussten sie zu deuten. Comics sind längst in der bildenden Kunst anerkannt und vom einstigen Schundheftchen-Begriff weit entfernt.

Der Kunstverein Weiden wandelt - nach seiner kleinen Comic-Messe im vergangenen Jahr - weiter auf bunten Bildergeschichten-Pfaden und hat mit der Ausstellung Hendrik Dorgathen der "9. Kunst" in der Region eine Plattform gegeben.

Der 54-jährige Dorgathen, Professor für Illustration an der Kunsthochschule Kassel, gehört zur deutschen Comic-Avantgarde und hatte 1993 seinen Durchbruch mit dem Comic "Space Dog", der eine wegweisende Annäherung von Comic und Kunst darstellte. 2008 wurde sein Schaffen auf dem "Erlanger Comicsalon" mit einer großen Werkschau geehrt.

Beim Kunstverein gibt er bis 24. April einen Einblick in sein umfangreiches Werk. Neben einer großen Wand mit "Schmierblättern" gilt es vor allem seine Comic-Adaptionen zu entdecken. Da begegnen sich im Siebdruck "Comic" (1996) Donald Duck, Tim und Struppi, Superman oder Mr. Snoid. Und in den "Comic-Collagen", bei denen der Künstler aus alten Heftchen Figuren herausgerissen und sie wieder zusammengesetzt hat, werden neue Bildergeschichten erzählt.

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