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Weiden
Solarthermie: Kraft der Sonne reicht
Professor Dr. Doenitz referiert an Fach- und Berufsoberschule über Strom aus der Wüste
Weiden. (eie) "Willkommen im Solarjahrtausend." So begrüßte Prof. Dr. Fritz-Dieter Doenitz (Schirmitz) Schüler und Lehrkräfte der Fach- und Berufsoberschule Weiden. Der renommierte Experte stellte ihnen die zur Zeit wohl vielversprechendste Methode vor, die Menschheit künftig mit regenerativer Energie zu versorgen. Dass die Technik dafür aus der Region kommt, ist für das Selbstbewusstsein von Oberpfälzern und Franken sicher förderlich.
Der deutsche Solarpreisträger von 2004 sieht in der von ihm bei Schott Ruhrglas in Mitterteich mitentwickelten Parabolrinnentechnik der Solarthermie das potenzielle Rückgrat einer weltweiten Energieversorgung. Für den Bereich der Europäischen Union prognostiziert er einen Mix aus isländischer Geothermie, skandinavischer Wasserkraft, Windkraft aus Küstenregionen, Photovoltaik im Landesinneren und eben dem "Strom aus der Wüste" durch solarthermische Kraftwerke.Solarer "Speckgürtel"
Das größte Problem bei der Windkraft und beim Strom aus Solarzellen sei die wechselnde Verfügbarkeit, so der Referent. Zudem gebe es dafür keine konkurrenzfähige Speichertechnik. Die solarthermischen Kraftwerke dagegen können, müssen aber nicht, rund um die Uhr laufen. Sie speichern während des Tages einen Teil der eingesammelten Energie in Form von heißem, flüssigem Salz. Nachts wird das angeschlossene Dampfkraftwerk mit dessen Energie weiterbetrieben.
"Der durchschnittliche Wirkungsgrad unserer Anlagen liegt im Moment bei 15 Prozent", sagte der Experte. Das sei immerhin fünf Prozent besser als bei der Photovoltaik. An Verbesserungen werde gearbeitet. Die bei diesem Verfahren aktuellen Kosten pro Kilowattstunde bezifferte er auf 18 bis 24 Cent. Dies liege deutlich unter dem Wert für die Photovoltaik aber weit über dem Preis von zwei bis drei Cent für Strom aus konventionellen Kraftwerken. Professor Doenitz weiß, "da müssen wir noch runter".
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